Next level Make-Up: Warum wir immer neue Produkte wollen

Die Tücken des Beauty-Alltags: Beim morgendlichen Schminken ärgert man sich über das verklumpte Bürstchen des Augenbrauen-Gels. Abends dann will die Mascara einfach nicht runtergehen. Und irgendwann zwischendrin hat sich der Lidschatten einfach vertschüsst … 

Es geht noch besser!

Wir Konsumentinnen erwarten einfach, dass wir für unser Geld (230 Millionen Euro werden in Österreich pro Jahr allein für dekorative Kosmetik aus gegeben) immer bessere Produkte bekommen. Das treibt etwa Dior an, weiter an Lippenstiften zu tüfteln – nur nicht stehenbleiben, heißt die Devise!

Wir nehmen selbst kleinere Mängel nicht ungestraft hin: Beim nächsten Kauf greifen wir zur Konkurrenz. Vielleicht hält deren Eyeshadow ja länger.

Neue Erfahrungen

Ein anderer Grund, der die großen Kosmetikhersteller zwingt, Unsummen für die Entwicklung neuer Produkte auszu geben: Langeweile! Man könnte es auch positiv formulieren. Wir wollen neue Erfahrungen machen. Wie fühlt sich ein Puder an, das sich auf der Haut verflüssigt? Polstert der Lipgloss die Lippen wirklich wie versprochen auf? Und verleiht mir das Primer Spray einen Glow, mit dem ich mich zehn Jahre jünger fühlen darf?

Es bleibt spannend

Treiber Nummer drei: Innovationen machen weitere Innovationen notwendig. Das Auftauchen von flüssigen Foundations sorgte etwa dafür, dass Pinsel und Schwämme entwickelt wurden, um sie perfekt aufzutragen. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen, dass es beim Schminken langweilig wird: Die Konzerne werden weiterhin alles daran setzen, uns zufrieden – und neugierig – zu machen.   

Autor: Andrea Schröder, 10.12.2021