6 Mittel, um Sodbrennen natürlich zu behandeln

Häufiges Aufstoßen von Magensäure, brennende Schmerzen im Bereich des Brustbeins und ein unbehagliches Druckgefühl im Oberbauch – viele von uns kennen die Nachwehen eines opulenten Males mit großzügiger Alkoholbegleitung nur zu gut. Sodbrennen gehört zu den häufigsten Konsequenzen, wenn wir kulinarisch wieder einmal über die Stränge geschlagen haben. Und es gilt in der Regel als unbedenklich, so lange es nicht regelmäßig oder mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen auftritt.

Muskelfehlfunktion

Rein technisch gesehen ist Sodbrennen meist das Ergebnis einer Fehlfunktion des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen, für die jedoch eine Vielzahl an Faktoren ursächlich sein kann: Fette werden beispielsweise langsamer verdaut und tragen daher zu einer Verzögerung des Verdauungsprozesses im Magen bei, wodurch der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt wird. Genussmittel wie Alkohol, Kaffee, Süßigkeiten oder Nikotin wiederum kurbeln die Säurebildung im Magen an und bewirken zudem eine Erschlaffung des Speiseröhrenschließmuskels. Weitere Ri­sikoaspekte stellen Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress dar. Eine zu eng gewählte Garderobe kann den Speiseröhrenschließmuskel ebenfalls in Bedrängnis bringen, da sie den Mageninhalt zurück nach oben presst.

Hausmittel & Lebenswandel

So lange einem das Sodbrennen nur sporadisch zu schaffen macht, lässt es sich mit einer Reihe an Hausmitteln und Modifikationen des Lebenswandels relativ rasch und unkompliziert kurieren bzw. präventiv behandeln. So binden etwa stärkehaltige Lebensmittel wie Zwieback, Kartoffeln oder Bananen einen etwaigen Magensäureüberschuss und auch das Kauen von Nüssen oder ein Löffel Senf nach der Mahlzeit können einen aus der Balance geratenen Säurehaushalt regulieren. Darüber hinaus gilt es, fette oder geräucherte Lebensmittel, kohlensäurehaltige Getränke und Säfte aus Zitrusfrüchten sowie scharfe Gewürze zu meiden. Ferner empfiehlt es sich, mehrere kleine und leichte Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen sowie diese bewusst zu genießen und langsam zu kauen. Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen kann ebenfalls nicht schaden.

Krankheitssymptome

Menschen, die regelmäßig von Sodbrennen geplagt werden, können indes an der Refluxkrankheit leiden. Diese bringt eine komplette Erschlaffung des Speiseröhrenschließmuskels mit sich, was ein häufiges Eindringen der Magensäure in die Speiseröhre zur Folge hat. Sollten die bereits erwähnten Heilmittel wirkungslos bleiben und die Beschwerden immer wiederkehren, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich, da eine unbehandelte Refluxkrankheit zu Schleimhautgeschwüren, Verengungen der Speiseröhre und, wenn die Magensäure bis in den Mundraum vordringt, Erosionen des Zahnschmelzes führen kann.

Unters Messer

Der Mediziner vergewissert sich zunächst davon, dass das Leiden nicht von einer Erkrankung wie einem Zwerchfellbruch oder Reizmagen herrührt, bevor er dem Patienten Medikamente wie Protonenpumpenhemmer, die die Ausschüttung von Magensäure eindämmen, oder H2-Blocker, die die Magensäure reduzieren, verschreibt. In seltenen Fällen kann auch eine Anti-Reflux-Operation notwendig werden. Bei diesem chirurgischen Eingriff wird der obere Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und fixiert. Die Behandlung macht eine Einnahme von Medikamenten zwar nicht ­obsolet, bewirkt jedoch eine signifikante Reduktion der täglich benötigten Dosis.

6 Wege, um Sodbrennen natürlich zu behandeln

  1. Aloe Vera-Saft kühlt den Magen und gleicht die Magensäure aus
  2. Ein Apfel dezimiert die Magensäure bereits nach wenigen Minuten nachhaltig
  3. Das Kauen von zwei bis drei Basilikumblättern lindert Magendruck und Sodbrennen
  4. Kaugummikauen fördert den Speichelfluss und spült den Magen durch
  5. Der Genuss von 10 bis 20 Weintrauben behebt das Sodbrennen nahezu in der Sekunde
  6. Kamillentee besänftigt den Magen und eignet sich ideal für die Präventivbehandlung.
Author: Ute Daniela Rossbacher , 04.02.2020