In 5 Anleitungsschritten zur DIY-Atemschutzmaske

Aufgrund der Corona-Krise sind Masken heiß begehrt, doch zu kaufen gibt es kaum noch welche. Deshalb sind "Do-It-Yourself"-Atemschutzmasken aktuell beliebt und im Netz weit verbreitet. Allein auf Instagram findet man zu dem Hashtag #mundschutznähen über 3.700 Beiträge. Auch das Robert-Koch-Institut hat das Tragen von Mundschutz neu bewertet: Menschen, die keine Symptome zeigen, jedoch vorsorglich eine Maske tragen, können das Risiko einer Übertragung von Coronaviren auf andere mindern. Zusätzlich wird das Bewusstsein für "physical distancing" und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützt. Damit in Zeiten von Knappheit eine ausreichende Anzahl Schutzmasken für medizinisches Fachpersonal und Angehörige der Risikogruppen zur Verfügung steht, können Sie für den Privatgebrauch auf selbstgemachte Atemschutzmasken zurückgreifen.

Prominente wie beispielsweise Lena Meyer-Landrut setzen ebenfalls auf das Tragen von Masken und werden dabei kreativ.

Rapper Future hat sogar mit seiner FreeWishes Foundation die #MaskOn-Kampagne gestartet, um Masken zu nähen und sie an Krankenhausangestellte und Patienten zu spenden.

Das benötigen Sie für Ihren DIY-Mundschutz

  • Zwei Stoffstücke jeweils 17 cm x 34 cm (Wichtig: Wählen Sie einen atemdurchlässigen, robusten, kochfesten Baumwollstoff z.B. ein T-Shirt, Kissenbezug)
  • Kopfband: zweimal 90 cm lange Streifen Naht-/Schrägband (alternativ 2 cm breite Stoffstreifen aus kochfester Baumwolle oder ein Gummiband)
  • Zum Einfassen: zweimal 17 cm lange Streifen Schrägband (alternativ wie Kopfband)
  • Draht: 10 bis 15 cm

5 Schritte: So nähen Sie Ihren Mundschutz

1. Schneiden Sie zunächst den Stoff auf einer sauberen, desinfizierten und glatten Fläche auf 17 cm x 34 cm zurecht.

2. Legen Sie beide Stoffreste mit der Rückseite aufeinander, in der Mitte umklappen und an dieser Stelle bügeln (von oben nach unten). Wenn Sie möchten, können Sie dazwischen noch ein Molton-Stofftuch (für zusätzlichen Schutz) legen.

3. Im nächsten Schritt mit den Fingern von der Mitte ausgehend drei kleine Falten schlagen. Fixieren Sie das ganze mit Stecknadeln und vernähen Sie es am Rand. Dank der Falten bleibt die Maske um Mund und Nase flexibel und bietet an den Stellen besonderen Schutz. Alternativ können Sie die Falten auch nur bügeln, ohne Nähmaschine (Falten öffnen sich nach unten).

4. Dann wird der Basteldraht an einem Ende mit dem Schrägband eingefasst und vernäht. Das ist der obere Teil, der sich durch den Draht perfekt an die Nase anpasst und sie umschließt. Am unteren Teil klappen Sie das Schrägband ohne Draht um und nähen es fest.

5. Für die Befestigung der Maske nehmen Sie nun die 90 cm langen Streifen Schrägband zur Hand. Diese nähen Sie an den Seiten fest und sind fertig. Jetzt lässt sich die Maske hinter dem Ohr binden. Tipp: Falls Sie keine Nähmaschine besitzen, können Sie alles auch mit etwas Fingerspitzengefühl per Hand vernähen.

Wichtig: Der selbstgenähte DIY-Mundschutz muss eng anliegen und beim Sprechen Mund und Nase verdecken. Nach jedem Tragen sollten Sie die Maske bei mindestens 60 Grad waschen. Zusätzlich ist es wichtig, dass Sie weiterhin alle vorgegeben Hygiene- und Abstandsmaßnahmen einhalten und am besten, wenn möglich, zu Hause bleiben.

Hier finden Sie zusätzlich zwei Anleitungs-Videos:

1. DIY-Maske zum Binden mit Stoffband

2. DIY-Maske mit Gummizug

Author: Izabela Lovric , 07.07.2020