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Verschneiter Baum vor einem historischen Gebäude in Wien nach dem ersten Schneefall des Winters.
Am Wochenende kehrt strenger Frost zurück.
Am Wochenende kehrt strenger Frost zurück.
Diego Coppola / iStock.com

Kälte hält an: So lange dauert sie noch

08.01.2026 um 08:14, Yunus Emre Kurt
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Während Europa im Schnee versinkt, leidet Österreich unter klirrender Kälte. Kurzzeitige Milderung bringt Glatteisgefahr, danach droht neuer Frost.

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Während in vielen europäischen Ländern starker Schneefall für chaotische Zustände sorgt, steht Österreich derzeit vor allem unter dem Einfluss extremer Kälte. Ein Eistag reiht sich an den nächsten, vielerorts bleiben die Temperaturen selbst tagsüber deutlich unter dem Gefrierpunkt. Doch die winterliche Ruhe trügt: In den kommenden Tagen kündigt sich ein heikler Wetterumschwung an.

Kurzzeitige Milderung bringt Risiken

In der Nacht auf Freitag sowie am Freitag selbst strömt vorübergehend mildere Luft nach Österreich. Diese bringt vielerorts Niederschläge, die je nach Region als Schnee oder Regen fallen. Besonders problematisch ist dabei der stark ausgekühlte Boden: Regen kann gefrieren und zu flächendeckender Glatteisbildung führen.

Die Expertinnen und Experten von GeoSphere Austria warnen deshalb vor erhöhter Unfallgefahr, vor allem auf Straßen, Gehwegen und Brücken. Trotz leicht steigender Temperaturen bleibt die Lage angespannt.

Donnerstag: Schnee im Norden, Sonne im Süden

Bereits am Donnerstag ziehen von Westen her dichte Wolkenfelder über das Land. An der Alpennordseite sowie im Norden kommt es zu einzelnen Schneeschauern, während sich die Sonne dort nur kurz zeigt. Deutlich freundlicher präsentiert sich das Wetter im Süden, wo es länger sonnig bleibt.

Gegen Abend erreicht eine Warmfront den Westen Österreichs. In der Nacht breiten sich Niederschläge aus, die Schneefallgrenze steigt dabei deutlich an. Besonders kritisch: In vielen Regionen ist mit gefrierendem Regen und Glatteis zu rechnen. Der Wind weht im Norden und Osten mäßig bis lebhaft aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen bleiben niedrig, in der Früh zwischen minus 20 und minus vier Grad, tagsüber meist zwischen minus sieben und plus einem Grad.

Freitag: Regen statt Schnee

Am Freitag sorgt die Warmfront in höheren Luftschichten für eine weitere Milderung. Die Schneefallgrenze steigt auf etwa 1.500 Meter an, in tieferen Lagen geht der Schneefall in Regen über. Gerade hier besteht verbreitet Glatteisgefahr, da der Untergrund vielerorts weiterhin gefroren ist.

Zum Abend hin könnte aus Westen bereits wieder eine Kaltfront folgen, die den Temperaturanstieg rasch beendet. Der genaue Ablauf ist laut Meteorologen jedoch noch unsicher. Die Temperaturen liegen in der Früh zwischen minus zwölf und plus zwei Grad, am Nachmittag werden minus drei bis plus fünf Grad erreicht.

Wochenende bringt neuen Frost

Wer auf eine nachhaltige Entspannung hofft, wird enttäuscht: Bereits am Wochenende dürfte es wieder deutlich kälter werden. Damit setzt sich die Serie an Eistagen fort – mit allen bekannten Risiken für Verkehr, Gesundheit und Infrastruktur.

So kommen Sie sicher durch Kälte und Eis

Experten raten dringend zu Vorsichtsmaßnahmen. Warme Kleidung ist essenziell, insbesondere Mütze, Schal, Handschuhe und feste Winterschuhe. Über Kopf, Hände und Füße verliert der Körper besonders viel Wärme.

Aufenthalte im Freien sollten möglichst kurz gehalten werden, da bereits ab minus fünf Grad das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen steigt. Wer länger draußen sein muss, sollte auf mehrere Kleidungsschichten setzen und regelmäßig Pausen in warmen Räumen einlegen.

Auch in den eigenen vier Wänden ist Vorsicht geboten: Heizen ja, aber regelmäßig stoßlüften. Zusätzliche Heizgeräte sollten nur kontrolliert eingesetzt werden. Warme, alkoholfreie Getränke und regelmäßige Mahlzeiten helfen dem Körper, die Temperatur zu halten. Alkohol hingegen erhöht das Risiko der Auskühlung.

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