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Warnschild „Schneechaos“ an schneebedeckter Landstraße mit Autos bei winterlichen Straßenverhältnissen – Schnee sorgt in Österreich für Probleme im Verkehr und bei der Stromversorgung.
Wetter-Warnung: Schnee und Glätte sorgen auf Österreichs Straßen für gefährliche Fahrbedingungen.
Wetter-Warnung: Schnee und Glätte sorgen auf Österreichs Straßen für gefährliche Fahrbedingungen.
Animaflora / iStock

Warnstufe Rot: Schnee-Walze bringt Blackout und Verkehrschaos

05.02.2026 um 10:10, Stefanie Hermann
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Ein Italientief bringt massiven Schnee nach Österreich. In mehreren Bundesländern gilt Warnstufe Rot, Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen sind möglich.

Ein kräftiges Italientief hat in der Nacht auf Donnerstag weite Teile Österreichs erreicht. Feuchte Luft aus dem Süden trifft auf kalte Luftmassen im Alpenraum. Anhaltende Schneefälle, teils auch gefrierender Regen sind die Folge. In mehreren Bundesländern gilt bereits Warnstufe Rot. Die Unwetterzentrale spricht von einer „breitflächigen Winterlage mit regional kritischen Entwicklungen“.

Schnee in Kärnten, Tirol und Niederösterreich

Besonders stark betroffen sind derzeit Kärnten, Tirol und Niederösterreich. In höheren Lagen fällt Schnee bis zu einem Meter, in tieferen Gebieten wechseln sich Schnee, Schneeregen und Regen ab. Im Innviertel, im Salzkammergut und stellenweise im Flachgau besteht Glättegefahr durch überfrierende Nässe. Der Österreichische Wetterdienst rät von nicht notwendigen Autofahrten ab.

Schneechaos auf der Autobahn

Winterdienste räumen seit den frühen Morgenstunden mit voller Besetzung. Auf mehreren Passstraßen gilt Kettenpflicht. In den frühen Morgenstunden ist es im Pendlerverkehr zu Behinderungen gekommen. Besonders betroffen waren die Pyhrnautobahn (A9) und die Südautobahn (A2). Schneeräumfahrzeuge sind weiterhin im Dauereinsatz, um Hauptachsen offenzuhalten. Die Asfinag appelliert an Lenkerinnen und Lenker, Abstand zu halten und das Räumpersonal nicht zu behindern.

Gefahr durch nassen Schnee und Stromausfälle

Der schwere, nasse Schnee sorgt aber nicht nur auf den Straßen für Probleme. Unter der Last knicken vereinzelt Äste, Bäume fallen auf Leitungen. In Waldgebieten Kärntens und der Steiermark bereiten Energieversorger Störungsreserven vor. Ein Sprecher der Kelag erklärte, man rechne lokal mit „kurzzeitigen Stromausfällen, wenn Äste oder Eislasten Leitungen beschädigen“. Notstromaggregate sind in mehreren Regionen einsatzbereit.

Flug- und Bahnverkehr eingeschränkt

Auch der Verkehr bleibt unter Druck. In Berlin musste der Flughafen BER am Donnerstag den Flugbetrieb zeitweise einstellen, in Frankfurt wurden bereits am Dienstag 45 Flüge gestrichen. In Österreich laufen Enteisungsarbeiten an mehreren Airports. Die ÖBB meldet witterungsbedingte Verspätungen auf Westbahn- und Tauernstrecke, vor allem durch langsameres Fahren der Züge in schneereichen Abschnitten.

Wetter in den kommenden Tagen

Am Freitag zieht die Front nach Osten ab, von Westen her folgt jedoch die nächste Störung. Die Schneefallgrenze steigt auf 1.500 Meter, in tieferen Lagen setzt Regen ein. Am Samstag überwiegen Wolken, nur kurz blinzelt die Sonne durch. Am Sonntag bleibt es trüb, im Waldviertel schneit es bis auf 600 Meter herab. Zu Wochenbeginn kühlt es neuerlich ab, frostige Temperaturen könnten zurückkehren.

Quellen und weiterführende Informationen

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