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Thermometer und Sonne.
Europa: In der zweiten Juliwoche könnte sich eine "Hitzeglocke" bilden.
Europa: In der zweiten Juliwoche könnte sich eine "Hitzeglocke" bilden.
Corri Seizinger/Shutterstock

Wetter: Nächste Hitzewelle bereits im Anmarsch

01.07.2026 um 11:25, Simone Reitmeier
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Österreich kann kurz durchatmen, doch schon bald könnte die nächste Hitzewelle bevorstehen. Neue Wettermodelle zeigen ein deutliches Wärmesignal.

Während Westösterreich dank einer Kaltfront schon durchschnaufen kann, muss sich der Osten heute noch einmal durch die Hitzehölle quälen. In Wien klettern die Temperaturen erneut auf bis zu 36 Grad, auch im Burgenland, Kärnten und der Steiermark ist es noch einmal ordentlich heiß. Im Laufe des Tages bilden sich jedoch Quellwolken, Regenschauer und Gewitter. Gegen Abend bringt die aus Westen durchziehende Kaltfront endlich kühlere Luft. Doch der Wetterumschwung könnte mitunter nur von kurzer Dauer sein.

Erneute Hitzewelle in Österreich möglich

Modellberechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) deuten darauf hin, dass sich in den kommenden Tagen erneut eine großräumige Hitzelage aufbauen könnte. Auch Kachelmannwetter schreibt: „Ab dem 8. Juli nimmt die Unsicherheit zu, und es könnte sich erneut Hitze aufbauen.“ Noch handelt es sich um eine Trendprognose, das Wärmesignal fällt jedoch deutlich aus. Betroffen wären vor allem West- und Südeuropa, insbesondere Spanien, Portugal, Frankreich sowie Teile Deutschlands, Italiens, der Schweiz und Österreichs.

„Hitzeglocke“ über Europa

Meteorologen sprechen von einer möglichen „Hitzeglocke“ (englisch: Heat Dome). Dabei handelt es sich um ein Wetterphänomen, bei dem sich ein starkes Hochdruckgebiet über einer Region festsetzt und heiße Luft wie unter einer Glocke einschließt. Durch den hohen Luftdruck wird die Luft zusammengedrückt und erwärmt sich zusätzlich, während die Sonne gnadenlos auf die Erde scheint. Gleichzeitig können kühlere Luftmassen kaum nachrücken, wodurch sich die Hitze Tag für Tag weiter aufbauen kann. 

Sollte sich das Hochdruckgebiet wie derzeit berechnet entwickeln, könnte auch Österreich nach einer kurzen Wetterberuhigung wieder deutlich höhere Temperaturen erleben. Ob Werte von über 35 Grad erreicht werden, lässt sich derzeit allerdings noch nicht seriös prognostizieren.

1.000 Hitzetote in Spanien und Frankreich

Besonders prekär ist die Lage mittlerweile in Spanien. Laut Klimawissenschaftlern gehört das Land zu jenen, die am stärksten unter der fortschreitenden Erderwärmung leiden. In den vergangenen Tagen erreichten die Temperaturen vielerorts um die 45 Grad. Laut Behördenangaben seien mindestens 1.028 Todesfälle im vergangenen Monat auf die extremen Temperaturen zurückzuführen. Auch in Frankreich seien die außergewöhnlichen Temperaturen von mehr als 40 Grad für etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle verantwortlich.

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