Weniger Probleme: Elektroauto-Hersteller setzt auf neue Batterie
- Schluss mit der Starterbatterie: Neue Akku-Architektur
- Funktionsweise der CTC 3.0 High-Low Fusion Battery
- Weniger Wartung und höhere Zuverlässigkeit ab 2027
Großer technischer Durchbruch im Bereich der E-Mobilität: Der chinesische Elektroauto-Hersteller Leapmotor geht eine der hartnäckigsten Pannenursachen von Stromern direkt an. Mit der neu vorgestellten CTC 3.0 High-Low Fusion Battery streicht das Unternehmen die klassische 12-Volt-Starterbatterie ersatzlos aus dem Fahrzeugdesign. Die wegweisende Technologie verspricht mehr Zuverlässigkeit, weniger Wartungsaufwand und eine deutlich effizientere Stromversorgung im Fahrzeug.
Schluss mit der Starterbatterie: Neue Akku-Architektur
Bislang tragen nahezu alle Elektrofahrzeuge neben dem großen Hochvolt-Traktionsakku auch eine herkömmliche 12-Volt-Bordnetzbatterie mit sich herum. Dieser kleine Akku ist essenziell, um das Auto aufzuschließen, die Steuergeräte zu aktivieren und das Hochvoltsystem überhaupt erst in Betrieb zu nehmen. Fällt die 12-Volt-Batterie aus, bleibt das Auto stehen – selbst wenn der Hauptakku randvoll geladen ist.
Wie Statistiken des ADAC belegen, waren im Jahr 2025 bei gut 45,4 Prozent aller Fahrzeugpannen defekte oder entladene 12-Volt-Batterien die Ursache. Mit der Abschaffung dieser Komponente eliminiert der Hersteller somit die statistisch größte Schwachstelle im Bordsystem.
Funktionsweise der CTC 3.0 High-Low Fusion Battery
Mit dem neuen Konzept übernimmt die große Traktionsbatterie künftig sämtliche Aufgaben der bisherigen Starterbatterie. Die CTC 3.0 High-Low Fusion Battery integriert die Module und Zellen für die Hochvolt- und Niedervoltversorgung direkt in das Fahrzeugchassis („Cell-to-Chassis“).
Beide Systeme greifen auf dieselben Batteriezellen zu und teilen sich ein gemeinsames Thermomanagement sowie ein zentral gesteuertes Energieverteilungssystem. Das aufwendige Bordsystem wird dadurch grundlegend rekonstruiert und vereinfacht.
Weniger Wartung und höhere Zuverlässigkeit ab 2027
Durch den Verzicht auf die separate 12V-Batterie reduzieren sich Bauteileanzahl, Fahrzeuggewicht und die Komplexität im Service. Autobesitzer sparen sich zudem den regelmäßigen Austausch einer alternden Starterbatterie nach einigen Jahren.
Ihre Premiere soll die Akku-Technologie im Jahr 2027 feiern. Leapmotor erhofft sich dadurch nicht nur Kostenvorteile in der Fertigung, sondern vor allem einen deutlichen Vorsprung bei der Pannenfreiheit gegenüber der Konkurrenz.