Direkt zum Inhalt
Volkswagen Logo an Gebäude, Symbolbild für Aussagen von VW-Chef Blume zu Werksschließungen, Jobs und Konzernstrategie
VW-Chef Oliver Blume will Werksschließungen vermeiden und setzt auf Kostensenkungen und Umbau des Konzerns
VW-Chef Oliver Blume will Werksschließungen vermeiden und setzt auf Kostensenkungen und Umbau des Konzerns
ricochet64 / Shutterstock.com

Volkswagen: VW-Chef Blume will Schließungen vermeiden

13.07.2026 um 11:02, Stefanie Hermann & APA, Red
min read
VW will Werksschließungen vermeiden, doch 40.000 Jobs sind betroffen. Konzernchef Blume setzt auf Sparmaßnahmen und Umbau der Produktion.

Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. "Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen", sagte Blume. Vier Werke in Deutschland gelten als gefährdet.

VW muss Kosten weiter senken

Blume betonte, dass Einsparungen an deutschen Standorten bereits Wirkung zeigen. Die Fabrikkosten seien allein im Vorjahr um durchschnittlich 20 Prozent gesunken. Dies sei ein starker Fortschritt, so Blume. Dennoch müsse das Unternehmen seine Kosten weiter senken, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Positiv äußerte sich der VW-Chef über die neue Elektroflotte: Von der neuen Einstiegsfamilie rund um den ID. Polo seien über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft worden. Volkswagen sei damit klarer Marktführer in Europa – sowohl bei Verbrennern als auch bei voll elektrischen Fahrzeugen.

Gleichzeitig warnte Blume vor einem zunehmend schwierigen Umfeld: geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz setzen den Konzern unter Druck.

Produktionskapazität soll sinken

Volkswagen plant, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Anzahl der Modelle bis 2035 halbiert werden, um effizienter und kostengünstiger produzieren zu können.

Zudem sollen sich die Marken weniger gegenseitig konkurrenzieren. Modelle von VW, Skoda und Seat überschneiden sich derzeit stark.

40.000 Jobs in Gefahr

In den gefährdeten Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten rund 40.000 Beschäftigte. Volkswagen prüft, dort Rüstungsfirmen anzusiedeln oder in China entwickelte Modelle zu produzieren.

Zusätzlich sollen bis 2030 weltweit 5000 von 21.000 Management-Posten gestrichen werden. Wie viele der insgesamt mehr als 650.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten, ist derzeit noch offen.

more