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Volkswagen-Logo an einem Werk mit der Aufschrift Nutzfahrzeuge, Symbolbild für geplante Werksschließungen und Stellenabbau in Deutschland
Volkswagen vor tiefgreifendem Umbau: Mehrere Werke in Deutschland könnten laut Bericht geschlossen werden, tausende Jobs stehen auf dem Spiel.
Volkswagen vor tiefgreifendem Umbau: Mehrere Werke in Deutschland könnten laut Bericht geschlossen werden, tausende Jobs stehen auf dem Spiel.
APA/dpa

VW-Schock: Vier Werke vor dem Aus – bis zu 100.000 Jobs wackeln

09.07.2026 um 13:55, Stefanie Hermann & APA, Red
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Beim Autobauer Volkswagen drohen Werksschließungen und massiver Stellenabbau. Laut Berichten könnten bis zu 100.000 Jobs gefährdet sein.

Beim deutschen Autobauer Volkswagen nehmen die Pläne für weitreichende Werksschließungen in Deutschland einem Medienbericht zufolge konkrete Formen an. Begleitet von Protesten an allen heimischen Standorten berät der Aufsichtsrat am Donnerstagnachmittag über einen Zukunftsplan, der laut „Spiegel“ das Aus für vier Werke bis 2034 vorsehen soll. Im Vorfeld der Sitzung verwies das Unternehmen auf die Notwendigkeit harter Einschnitte.

VW plant Werksschließungen in Deutschland

„Wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen“, teilte ein Sprecher mit. Zwar teilten Vorstand und Aufsichtsrat die Sorgen der Beschäftigten, Ziel sei es jedoch, den Konzern robuster und wettbewerbsfähiger zu machen.

Produktion soll schrittweise auslaufen

Die Produktion in den Fahrzeugwerken in Zwickau und Emden solle in fünf Jahren auslaufen, berichtete das Magazin „Spiegel“ unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Das Nutzfahrzeugwerk in Hannover solle 2032 folgen, das Audi-Werk in Neckarsulm 2034. Volkswagen wollte sich dazu nicht äußern.

In den vier Fabriken arbeiten rund 40.000 Menschen. Konzernchef Oliver Blume plane, die dortigen Modelle künftig in günstigeren osteuropäischen Werken zu bauen. Für die deutschen Standorte würden andere Zwecke gesucht, etwa ein Verkauf an Rüstungsunternehmen oder die Fertigung von in China entwickelten Autos. Letzteres gilt Insidern zufolge vor allem für Zwickau als Option.

Massiver Stellenabbau geplant

Die Pläne sehen zudem einen massiven Stellenabbau vor: Während der „Spiegel“ von 50.000 Jobs bis 2030 schreibt, hatte das „Manager Magazin“ zuletzt von bis zu 100.000 gefährdeten Stellen berichtet.

Um den erwarteten Widerstand des Bundeslandes Niedersachsen zu umgehen, steht die Option im Raum, die Kernmarke VW auszugliedern und so das VW-Gesetz de facto auszuhebeln. Um die eigenen Führungskräfte auf den harten Kurs einzuschwören, ließ Blume sie Insidern zufolge den Plan vorab unterschreiben.

Gewerkschaften kündigen Widerstand an

Eine Zustimmung zu dem Plan gilt jedoch als äußerst unsicher. Im Kontrollgremium herrscht nach dem Rückzug von Ex-Renk-Chefin Susanne Wiegand ein Patt. Die Arbeitnehmerseite um IG-Metall-Chefin Christiane Benner und Betriebsratschefin Daniela Cavallo wertete die Pläne als unverantwortliche Drohung und kündigte massiven Widerstand an.

Krise bei Volkswagen verschärft sich

Volkswagen hatte schon Ende 2024 den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland und das Ende der Autofertigung in Osnabrück und Dresden beschlossen. Seither hat sich die Lage weiter verschärft.

Im ersten Quartal 2026 lag die operative Rendite bei 3,3 Prozent. Neben dem Absatzeinbruch in China belasten die Zölle von US-Präsident Donald Trump den Konzern dem „Spiegel“ zufolge mit rund fünf Milliarden Euro pro Jahr.

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