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Rund 62.400 Euro Nettovermögen reichen für die reichere Hälfte Österreichs.
Vermögen: Österreich liegt beim Medianvermögen vor Deutschland und den USA.
Vermögen: Österreich liegt beim Medianvermögen vor Deutschland und den USA.
SsCreativeStudio/Shutterstock.com

Reichere Hälfte: So viel Geld reicht in Österreich

11.08.2026 um 11:24, Yunus Emre Kurt
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Wer in Österreich mehr als rund 62.400 Euro Nettovermögen besitzt, gehört bereits zur reicheren Hälfte. International gibt es enorme Unterschiede.

Wie viel Vermögen muss man besitzen, um in Österreich zur wohlhabenderen Hälfte der Bevölkerung zu zählen? Die Antwort fällt möglicherweise niedriger aus, als viele erwarten. Laut dem neuen Global Wealth Report der Schweizer Großbank UBS liegt die entscheidende Grenze bei einem Nettovermögen von 71.378 US-Dollar. Umgerechnet entspricht das rund 62.400 Euro.

Wer diesen Wert erreicht, besitzt damit mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Österreich. Entscheidend ist allerdings nicht nur das Geld auf dem Bankkonto. Für die Berechnung wird das gesamte Nettovermögen einer Person berücksichtigt.

Was zum Vermögen zählt

Zum Vermögen gehören neben Bargeld und Bankguthaben auch Wertpapiere, Immobilien und andere Vermögenswerte. Gleichzeitig werden bestehende Schulden abgezogen. Dadurch soll möglichst realistisch dargestellt werden, welches Vermögen einer Person tatsächlich gehört.

Wer beispielsweise eine Eigentumswohnung besitzt, deren Finanzierung aber noch nicht vollständig zurückgezahlt hat, kann nicht einfach den gesamten Immobilienwert als Vermögen verbuchen. Die noch offene Kreditsumme wird abgezogen. Ausschlaggebend ist somit der tatsächliche Wert nach Abzug aller Verbindlichkeiten.

Österreich vor Deutschland und den USA

Mit einem Medianvermögen von 71.378 US-Dollar landet Österreich im internationalen Vergleich auf Platz 27. Damit liegt die heimische Vermögensmitte unter anderem vor Deutschland. Dort beträgt der entsprechende Wert laut UBS lediglich 53.485 US-Dollar.

Auch in den USA liegt die Schwelle etwas niedriger. Dort reichen 68.998 US-Dollar, um mehr Vermögen als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung zu besitzen. In Österreich ist dafür somit ein etwas höheres Nettovermögen notwendig.

Deutlich höhere Werte werden hingegen in einigen anderen europäischen Ländern erreicht. Besonders weit vorne liegt Luxemburg mit rund 394.000 US-Dollar. In der Schweiz beträgt das Medianvermögen rund 145.500 US-Dollar, in Italien etwa 131.000 US-Dollar und in Frankreich knapp 122.000 US-Dollar.

Warum der Median entscheidend ist

Der Median ist bei Vermögensvergleichen besonders aussagekräftig. Er teilt die Bevölkerung genau in zwei Gruppen: Eine Hälfte besitzt mehr Vermögen, die andere Hälfte weniger. Dadurch unterscheidet sich der Median deutlich vom klassischen Durchschnittswert.

Der Grund dafür ist einfach: Einzelne besonders vermögende Menschen können den Durchschnitt massiv nach oben treiben. Das zeigt sich auch in Österreich. Während das Medianvermögen bei rund 71.000 US-Dollar liegt, beträgt das durchschnittliche Vermögen pro erwachsener Person rund 280.000 US-Dollar.

Noch deutlicher fällt dieser Unterschied in Staaten mit einer hohen Zahl sehr vermögender Menschen aus. In der Schweiz liegt das durchschnittliche Vermögen pro erwachsener Person bei mehr als 910.000 US-Dollar. Die USA kommen auf rund 696.000 US-Dollar. Der jeweilige Median liegt deutlich darunter.

Zahl der Millionäre steigt weltweit

Gleichzeitig wächst das private Vermögen weltweit weiter. Laut dem Global Wealth Report legte es im Jahr 2025 um rund 10,8 Prozent zu. Damit wurde bereits das dritte Jahr in Folge ein Wachstum des weltweiten Privatvermögens verzeichnet.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Dollar-Millionäre. Im Durchschnitt kamen weltweit mehr als 2.600 neue Millionäre pro Tag hinzu. Hochgerechnet entspricht das innerhalb eines Jahres beinahe einer Million zusätzlicher Menschen mit einem Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar.

Das Zentrum des weltweiten Reichtums bleiben die Vereinigten Staaten. Mehr als 40 Prozent aller Dollar-Millionäre leben in den USA. Österreich spielt bei den absoluten Zahlen zwar eine wesentlich kleinere Rolle, beim Medianvermögen liegt die heimische Bevölkerung im internationalen Vergleich jedoch vor mehreren großen Volkswirtschaften.

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