Direkt zum Inhalt
Verschneite Straße mit Warnschildern von Rutschgefahr für Autos
Unwetter und starker Schneefall prägt die nächsten Tage.
Unwetter und starker Schneefall prägt die nächsten Tage.
trendobjects/iStock

Unwetter: Warnstufe Rot in Teilen Österreichs

08.01.2026 um 11:57, Marcel Toifl
min read
Unwetter und Schneefall prägen das Wetter der nächsten Tage. Sturmtief ELLI beschert massive Niederschläge. In Teilen des Landes gilt Warnstufe Rot.

Ein außergewöhnlich starkes Sturmtief zieht über den Atlantik Richtung Mitteleuropa. Der sogenannte Bombenzyklon ELLI trifft ab Donnerstag auf den Süden Deutschlands und Österreichs. Heftiger Schneefall, gefährliches Blitzeis und orkanartige Böen formen ein schweres Unwetter, das Meteorologen bereits seit Tagen angekündigt haben. Die Unwetterzentrale (UWZ) beobachtet die gefährliche Wetterlage genau.

Donnerstag: Erster Schneefall und Unwetter-Gefahr im Westen

Am Donnerstag erreichen erste Ausläufer des Tiefs die Alpennordseite. In Vorarlberg und im Westen Bayerns setzt am Nachmittag intensiver Schneefall ein. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei rund 1000 Metern, sinkt aber rasch ab. In Städten wie Bludenz und Bregenz fällt bereits dichter Schnee, was auf den Straßen für gefährliche Glätte sorgt. Die Unwetterzentrale (UWZ) hat die rote Warnstufe für diese Gebiete ausgerufen. Im Osten bleibt es vorerst ruhig, bevor das Unwetter auch dort zuschlägt.

In der Nacht verstärkt sich das Tief massiv. Meteorologen registrieren einen rasanten Druckabfall – das typische Anzeichen für die explosive Entwicklung eines Bombenzyklons. Während der Wind entlang der Nordalpen auffrischt, bleibt der Schneefall im Flachland vorerst noch leicht, doch die Lage spitzt sich zu.

Freitag: Bombenzyklon bringt extremes Unwetter nach Deutschland

Ab den frühen Morgenstunden zieht das Hauptsturmfeld über Deutschland hinweg. Im Westen geht der Schneefall teils in Regen über, was verbreitet zu gefährlichem Blitzeis führt. Zwischen Köln und München herrscht extreme Glättegefahr, während das Unwetter in Norddeutschland für massive Schneemassen sorgt. Zwischen Hamburg und Berlin werden bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Wie das ZDF berichtet, sollen dort die Schulen geschlossen bleiben.

Hierzulande schneit es Freitag schneit es an der Alpennordseite und im Nordosten zunächst häufig, im Westen fällt unterhalb von 1200 bis 1400 m Regen. Auch weiter östlich, etwa vom Innviertel bis in die Südoststeiermark mischt sich zu dem Schneefall vorübergehend auch Regen dazu, dort besteht auf den gefrorenen Böden Glatteisgefahr. Bis Mittag verlagern sich die Niederschläge in den Südosten, während diese im Norden und Westen nachlassen.

Samstag: Sturm lässt nach, anhaltender Schneefall in den Alpen

Zwar zieht der Kern des Tiefs am Samstag langsam ostwärts ab, doch das Unwetter ist noch nicht vollständig vorbei. Besonders in den Alpen hält der kräftige Schneefall an. In tieferen Lagen des Nordens schwächen sich die Niederschläge ab, doch die Temperaturen bleiben im Keller. Festgefahrener Schnee und Eisreste sorgen weiterhin für Behinderungen im Straßenverkehr.

Die Schneefallgrenze pendelt sich um 1000 Meter ein, in den höheren Tälern schneit es jedoch ununterbrochen weiter. In der Nacht zu Sonntag ist vielerorts mit überfrierender Nässe zu rechnen, da der Frost zurückkehrt. Die Unwetterwarnungen bleiben für viele Regionen aufrecht.

Sonntag: Wetter-Beruhigung nach dem Unwetter und strenger Frost

Am Sonntag zeigt sich das Wetter deutlich friedlicher. Von Vorarlberg bis ins Mostviertel lässt der Schneefall gegen Mittag nach. Auch im Alpenvorland lockert die Bewölkung zeitweise auf. Trotz der Beruhigung beim Unwetter bleibt es winterlich kalt. Ein kräftiger Nordwestwind sorgt für niedrige gefühlte Temperaturen.

In der Nacht auf Montag sinken die Temperaturen deutlich, und es herrscht verbreitet strenger Frost. Da die Schneedecke vor allem im Norden und in den Bergen erhalten bleibt, ist zum Wochenstart weiterhin mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen.

more