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Nahaufnahme eines Geschäftsmannes, der den Münzstapel auf einer hölzernen Wippe über dem reflektierenden Schreibtisch balanciert.
Trade Republic steht im Wettbewerb mit steigenden Zinsen unter Druck.
Trade Republic steht im Wettbewerb mit steigenden Zinsen unter Druck.
iStock.com/Andrey Popov

Trade Republic: Neue Konkurrenz bei Tagesgeld

18.03.2026 um 08:37, Yunus Emre Kurt
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Trade Republic gerät unter Druck: Konkurrent Scalable Capital bietet höhere Zinsen. Was das für Anleger und Konditionen bedeutet.

Trade Republic steht im wachsenden Wettbewerb der Neobroker zunehmend unter Druck. Grund dafür sind neue Angebote der Konkurrenz, die mit höheren Zinsen auf Tagesgeld locken.

Besonders Scalable Capital sorgt derzeit für Aufmerksamkeit. Der Anbieter bietet 2,5 Prozent Zinsen auf ein Tagesgeldkonto – und liegt damit über dem aktuellen Einlagenzins der Europäischen Zentralbank von rund zwei Prozent.

Geschäftsmodell hinter höheren Zinsen

Das Angebot von Scalable Capital geht über den klassischen Zinsmarkt hinaus. Das Unternehmen nutzt das Tagesgeld gezielt als Instrument zur Kundengewinnung. Der höhere Zinssatz bedeutet, dass Scalable teilweise mehr auszahlt, als über den EZB-Zins hereinkommt. Das Tagesgeld dient somit als Einstieg in das eigene Ökosystem.

Im Fokus stehen langfristig Einnahmen durch den Handel mit Aktien, ETFs und Kryptowährungen. Auch Gebühren und Abo-Modelle spielen eine zentrale Rolle.

Unterschiede bei Zinsen und Gebühren

Im Vergleich dazu setzt Trade Republic auf ein einfacheres Modell. Depot und Verrechnungskonto sind kostenlos, ein Trade kostet pauschal einen Euro. Auf Guthaben zahlt Trade Republic derzeit rund 2,0 Prozent Zinsen. Diese sind variabel und an den EZB-Zins gekoppelt.

Scalable Capital bietet hingegen zwei Modelle an: ein kostenloses FREE-Abo und das kostenpflichtige PRIME+-Abo für 4,99 Euro monatlich. Beide Varianten ermöglichen Zugang zum Tagesgeld mit 2,5 Prozent Zinsen. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Handelskosten und Zusatzfunktionen.

Einlagensicherung im Vergleich

Auch bei der Einlagensicherung gibt es Unterschiede zwischen den Anbietern. Bei Scalable Capital sind im FREE-Modell Guthaben bis zu 100.000 Euro über Partnerbanken abgesichert. Beträge darüber hinaus werden in Geldmarktfonds investiert.

Im PRIME+-Modell wird das Guthaben auf mehrere Banken verteilt. Dadurch kann die gesetzliche Einlagensicherung auf bis zu 500.000 Euro erweitert werden. Trade Republic setzt ebenfalls auf die gesetzliche Einlagensicherung, allerdings ohne gestaffelte Modelle oder Abo-Strukturen.

Konkurrenz im Neobroker-Markt wächst

Der Wettbewerb zwischen Trade Republic und anderen Neobrokern nimmt deutlich zu. Anbieter versuchen, sich über Zinsen, Gebühren und Zusatzleistungen zu unterscheiden. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das bessere Konditionen und mehr Auswahl.

Vorteil für Anleger

Für Anleger entsteht durch den Wettbewerb ein klarer Vorteil. Höhere Zinsen und flexible Modelle bieten mehr Möglichkeiten, Kapital effizient anzulegen. Trade Republic bleibt dennoch ein zentraler Anbieter im Markt, insbesondere durch sein einfaches Gebührenmodell.

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