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Toni Hubmann, Geschäftsführer von Toni's Freilandeier, im Hühnerstall des All You Need Hotels Vienna 2 am 19.08.2014 in Wien
Pionier der Freilandhaltung: Toni Hubmann ist im Alter von 68 Jahren verstorben.
Pionier der Freilandhaltung: Toni Hubmann ist im Alter von 68 Jahren verstorben.
APA-Images / KURIER / Franz Gruber

Große Trauer: Eier-Pionier mit 68 Jahren gestorben

01.09.2026 um 12:05, Marcel Toifl
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Der steirische Pionier Toni Hubmann ist mit 68 Jahren gestorben. Nach seinem Tod herrscht große Trauer um den Gründer der Freilandei-Marke.

Toni Hubmann, der Gründer der bekannten Marke „Toni‘s Freilandeier“, ist am 28. August 2026 im Alter von 68 Jahren in Klagenfurt verstorben. Genaue Angaben zur konkreten Ursache für seinen Tod wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.

Nach der Nachricht, dass der engagierte Landwirt tot ist, bekundeen Wegbegleiter und Tierschutzorganisationen ihr tiefes Mitgefühl.

Trauer um steirischen Tierschutz-Pionier

Besonders im Verein gegen Tierfabriken (VGT) ist die Anteilnahme nach dem Ableben des Pioniers groß. VGT-Obmann Martin Balluch erinnert sich an die mehr als 20-jährige Zusammenarbeit mit Hubmann, der stets seine Expertise einbrachte und Alternativen zur Käfighaltung aufzeigte.

Balluch beschreibt seinen Weggefährten als „menschlich sehr warmherzig“ und mutig. So sei Hubmann „für das Richtige“ und „gegen mächtige Interessen“ aufgetreten. Zudem betonte der VGT-Obmann, dass Hubmann der Branche „als aufgeschlossener Landwirt, dem seine Tiere wirklich am Herzen lagen und der unglaubliche Pionierarbeit geleistet“ hat, in Erinnerung bleiben werde.

Meilensteine der Freilandhaltung

Bereits im Jahr 1987 hatte Hubmann den elterlichen Geflügelbetrieb im steirischen Glein bei Knittelfeld übernommen und die Hühner umgehend aus der damaligen Käfighaltung befreit. Er bepflanzte Hühnerweiden, schaffte das Schnabelkupieren ab, verzichtete auf das Vergasen von Brüderkücken und entwickelte Wintergärten mit Sandbädern sowie natürlichen Einstreunestern.

Aus diesem Konzept entstand schließlich ein Netzwerk aus rund 150 bäuerlichen Familienbetrieben. Auch im Bereich der Transparenz setzte der Steirer früh Maßstäbe: Noch vor der verpflichtenden EU-Kennzeichnung im Jahr 2004 führte er die Einzeletikettierung am Erzeugerbetrieb ein und war 1990 an der Gründung der Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung beteiligt.

Wirtschaftliche Turbulenzen und Markenverkauf

Bei all dem Engagement für das Wohl der Tiere geriet die betriebswirtschaftliche Komponente im Laufe der Jahre unter Druck. Laut VGT-Obmann Balluch habe Hubmann mehr als die Hälfte seiner Stallplätze Projekten zur Verbesserung der Legehennenhaltung gewidmet und dabei „leider die wirtschaftliche Seite seines Betriebes aus den Augen verloren“.

Nach finanziellen Schwierigkeiten und einer Insolvenz wurde die Marke „Toni's Freilandeier“ im Jahr 2018 für 1,2 Millionen Euro an die REWE International AG verkauft, die Vertriebsstrukturen und Markenrechte übernahm. In den letzten Jahren war es um den steirischen Pionier ruhiger geworden, ehe nun die Nachricht von seinem Ableben bekannt wurde.

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