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Sommer Österreich: In Bad Deutsch-Altenburg wurden neue Rekordwerte von 41,2 Grad gemessen.
Der Sommer 2026 war Österreichs heißester seit Messbeginn 1858.
Der Sommer 2026 war Österreichs heißester seit Messbeginn 1858.
chandet/Shutterstock.com

GeoSphere bestätigt: Das war Österreichs heißester Sommer

01.09.2026 um 10:17, Yunus Emre Kurt
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Der Sommer 2026 schreibt Klimageschichte: Noch nie war es in Österreich seit Messbeginn so heiß. Auch bei Hitze und Trockenheit fallen Rekorde.

Jetzt ist es offiziell: Österreich hat den heißesten Sommer seit Beginn der detaillierten Messungen im Jahr 1858 erlebt. Der Sommer 2026 übertraf sämtliche bisherigen Rekorde und brachte nicht nur außergewöhnlich hohe Temperaturen, sondern auch wochenlange Hitzewellen und extreme Trockenheit. GeoSphere Austria spricht von einer ganzen Kaskade an neuen Rekordwerten.

Heißester Sommer seit Messbeginn

Die durchschnittliche Lufttemperatur im meteorologischen Sommer 2026 lag österreichweit um 2,6 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Verglichen mit der Klimaperiode 1961 bis 1990 betrug die Abweichung sogar 4,4 Grad.

GeoSphere-Klimatologe Alexander Orlik bezeichnete die Dimensionen als außergewöhnlich. Tageshöchst- und Tagestiefstwerte, die Länge der Hitzewellen, die Zahl der Tropennächte sowie die Anzahl der Hitzetage erreichten vielerorts Werte, die es in Österreich bisher noch nicht gegeben hatte.

Die zehn heißesten Sommer der österreichischen Messgeschichte stammen mittlerweile allesamt aus dem 21. Jahrhundert. Angeführt wird die Liste von 2026, gefolgt von 2024 und 2019.

41,2 Grad markieren neuen Österreich-Rekord

Besonders extrem entwickelte sich die Wetterlage ab Mitte Juni. Über Wochen dominierten Hochdruckgebiete und subtropische Luftmassen. Ende Juli setzte schließlich eine weitere massive Hitzewelle ein.

Der Höhepunkt wurde Anfang August erreicht. Am 3., 4. und 5. August wurden an mehreren Wetterstationen Temperaturen um oder über 40 Grad gemessen. Am 5. August registrierte die GeoSphere-Station in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich schließlich 41,2 Grad.

Damit wurde erstmals in der österreichischen Messgeschichte die Marke von 41 Grad überschritten. Neue Jahresrekorde wurden im Sommer 2026 an insgesamt 103 Messstationen festgestellt.

Rekorde bei Hitzetagen fallen reihenweise

Auch die Anzahl der sogenannten Hitzetage erreichte neue Dimensionen. Dabei handelt es sich um Tage mit mindestens 30 Grad. An 157 Messstationen wurde 2026 ein neuer Stationsrekord aufgestellt.

Besonders viele Hitzetage gab es in Bad Deutsch-Altenburg sowie in Ferlach und St. Andrä im Lavanttal. An allen drei Stationen wurden jeweils 55 Hitzetage registriert.

In Regionen zwischen 500 und 1.000 Metern Seehöhe traten im Schnitt viermal so viele Hitzetage wie in einem normalen Sommer auf. Auch bei sehr heißen Tagen mit mindestens 35 Grad wurden an 93 Stationen neue Rekorde gemessen.

So trocken war Österreich noch nie

Zur außergewöhnlichen Hitze kam eine extreme Trockenheit. Im Sommer fiel österreichweit rund ein Drittel weniger Niederschlag als üblich. Damit zählt 2026 zu den fünf trockensten Sommern seit Messbeginn.

Besonders problematisch war, dass bereits der Frühling 2026 rund 50 Prozent weniger Niederschlag gebracht hatte. Durch die Hitze stieg zudem die Verdunstung stark an. Böden trockneten aus und vielerorts sanken die Pegelstände der Flüsse deutlich.

In den ersten acht Monaten eines Jahres wurde in Österreich überhaupt noch nie so wenig Niederschlag gemessen. Im nordöstlichen Waldviertel und im nördlichen Weinviertel fehlten regional sogar bis zu 70 Prozent des üblichen Regens.

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