Binance Hackerangriff: 6,36 Milliarden Dollar weg, Spur führt nach Nordkorea
- Milliardenraub erschüttert den Kryptomarkt
- Nordkoreanische Hacker unter Verdacht
- Kompromittierter Laptop als Einfallstor
- Binance friert Milliarden ein
- Was bedeutet der Angriff für Kunden?
Ein Angriff in Rekordzeit, Milliarden verschwunden und ein brisanter Verdacht: Beim Binance Hackerangriff haben Unbekannte Kryptowährungen im Wert von rund 6,36 Milliarden US-Dollar erbeutet. Sicherheitsforscher vermuten nordkoreanische Hacker hinter dem Coup. Die Kryptobörse verspricht, sämtliche Verluste zu übernehmen.
Milliardenraub erschüttert den Kryptomarkt
Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, hat ein massiver Cyberangriff die Kryptobörse Binance getroffen. Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs haben die Täter Kryptowährungen im Wert von 6,36 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 5,66 Milliarden Euro, über zehn verschiedene Blockchains bewegt.
Der Großteil der Transaktionen erfolgte innerhalb von nur etwa 20 Minuten. Der Angriff hat den bisherigen Rekorddiebstahl bei der Kryptobörse Bybit im Februar 2025 übertroffen, bei dem rund 1,5 Milliarden Dollar verschwunden sind.
Binance Hackerangriff: Die wichtigsten Fakten
- Schaden: 6,36 Milliarden US-Dollar (rund 5,66 Milliarden Euro)
- Angriff: 29. Oktober 2026
- Dauer: Großteil der Transaktionen innerhalb von rund 20 Minuten
- Betroffen: Zehn verschiedene Blockchains
- Eingefroren: Rund drei Milliarden US-Dollar
- Verdächtige: Mutmaßlich nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor
Nordkoreanische Hacker unter Verdacht
Die Spur führt nach Nordkorea. TRM Labs vermutet mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hackergruppe TraderTraitor hinter dem Angriff. Auch andere Sicherheitsunternehmen sehen Hinweise auf eine Verbindung zu nordkoreanischen Cyberkriminellen.
Nordkoreanische Hackergruppen stehen seit Jahren im Verdacht, mit groß angelegten Kryptowährungsdiebstählen Geld für das international sanktionierte Regime zu beschaffen.
Kompromittierter Laptop als Einfallstor
Nach Angaben von Binance haben sich die Angreifer zunächst Zugriff auf den Laptop eines Technikers verschafft. Darüber sind sie in einen internen Servicebereich gelangt und haben unberechtigte Auszahlungen ausgelöst.
Binance-Co-Chef Richard Teng widerspricht der Darstellung eines einfachen Hackerangriffs. Die Attacke sei technisch komplex gewesen. Hinweise darauf, dass private kryptografische Schlüssel gestohlen wurden, gebe es nicht.
Die Börse hat betroffenen Zugängen die Berechtigungen entzogen und gemeinsam mit Sicherheitsunternehmen und Behörden Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Binance friert Milliarden ein
Rund drei Milliarden US-Dollar konnten laut Binance bereits nachverfolgt und auf der Blockchain eingefroren werden. Ob sich das gesamte Geld zurückholen lässt, bleibt offen.
Unmittelbar nach dem Angriff hat Binance Ein- und Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt. Später erklärte das Unternehmen, Einzahlungen seien nicht betroffen. Bei Auszahlungen ist es zeitweise zu Einschränkungen gekommen.
Was bedeutet der Angriff für Kunden?
Sind Binance-Kundengelder sicher?
Nach Angaben von Binance sind Kundengelder geschützt. Das Unternehmen will sämtliche durch den Hackerangriff entstandenen Verluste ersetzen. Dafür stehen eigene Mittel und der Sicherheitsfonds SAFU zur Verfügung. Ein- und Auszahlungen waren unmittelbar nach dem Angriff vorübergehend ausgesetzt. Bei Auszahlungen kam es zeitweise zu Einschränkungen.
Für Nutzer bleibt dennoch entscheidend, wann sämtliche Funktionen wieder uneingeschränkt verfügbar sind. Der Rekorddiebstahl hat zudem den Kryptomarkt belastet: Bitcoin und andere große Kryptowährungen sind nach Bekanntwerden des Angriffs unter Druck geraten.
Quellen: Binance Hackerangriff
- TRM Labs: Originalanalyse zum Binance Hackerangriff (29./30. Oktober 2026): Rekorddiebstahl von 6,36 Milliarden US-Dollar, Angriff über zehn Blockchains, eingefrorene Vermögenswerte und Nordkorea-Verdacht.
- Binance: Offizielle Mitteilungen Mitteilungsübersicht der Kryptobörse. Kein verifizierter Direktlink zur konkreten Stellungnahme über den Hackerangriff.