Ob teuer oder nicht: Österreicher gönnen sich 2023 einen Urlaub

Das Reiseunternehmen Ruefa hat seinen alljährlichen Reisekompass veröffentlicht. Eines steht fest: Trotz Teuerung und Inflation möchten die meisten Österreicher heuer auf Urlaub fahren. Dafür nehmen sie auch mehr Geld in die Hand.
Autor: Simone Reitmeier, 12.01.2023 um 14:23 Uhr

„Wir lassen uns den Urlaub nicht nehmen – und auch nicht vermiesen!“, so der Grundtenor der Reisekompass-Studie 2023 trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten. „Heuer wollen  89 Prozent weg, damit knüpfen wir an das Rekordjahr 2019 an“, fasst Ruefa-Geschäftsführerin Helga Freund die Umfrageergebnisse zusammen.

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Heimaturlaub hoch im Kurs

Über die Hälfte der Österreicher plant heuer zwei- bis dreimal zu verreisen, jeder Vierte zumindest einmal pro Jahr. 71 Prozent möchten einen Urlaub davon in Österreich verbringen. Zu den beliebtesten Destinationen zählen die Steiermark und Kärnten, gefolgt von Salzburg und Tirol. Dreiviertel der Befragten zieht es (auch) ins europäische Ausland, insbesondere zum Baden in südliche Strandparadiese. Nach drei Jahren Pandemie-Flaute möchte nun auch wieder knapp jeder Vierte eine Fernreise unternehmen.

Steirische Landschaft | Credit: iStock.com/Przemysław Iciak

Budgetplanung: Der Urlaub wird teurer

Obwohl 61 Prozent der Befragten angaben, dass sich die allgemeine Teuerung auf ihre Urlaubsplanung auswirken wird, hat sich das durchschnittliche Budget erhöht. Pro Person rechnen die Österreicher mit 1.700,– Euro für ihre(n) Urlaub(e). Das sind um knapp 150,– Euro mehr als im Vorjahr und vor der Corona-Pandemie.

Wo kann man Geld sparen?

Mit Frühbucherangeboten, dem Ausweichen auf die Nebensaison oder alternativen Unterkünften lässt sich aber auch heuer zumindest etwas Geld sparen. „Unterm Strich kann ein All-Inclusive Urlaub günstiger werden, als wenn man nur eine Unterkunft bucht und dann die Mahlzeiten sowie Getränke vor Ort extra zahlt. Auch die Kreuzfahrt ist heuer ein preislich sehr attraktives Produkt, vor allem für Familien und erst recht in der Nebensaison“, ergänzt Ruefa-Geschäftsführer Michele Fanton. Preistechnisch attraktiv sind auch neue Destinationen, die noch nicht so sehr im Rampenlicht stehen.  Als Beispiele nennt Fanton die griechischen Inseln Skyros und Lemnos sowie Messenien. Auch die türkische Ägäisküste, das spanische Festland und Menorca sowie das ägyptische Marsa Alam könnten solche Alternativen sein.

Bucht auf Menora | Credit: iStock.com/Rudi_Lange

Österreichs Lieblingsdestinationen

Europaweit ist Italien nach wie vor das Nummer-1-Wunschziel der Österreicher, gefolgt von Kroatien, Deutschland, Griechenland und Spanien. Das aktuelle und tatsächliche Buchungs-Ranking führt allerdings Griechenland mit 21 Prozent Umsatzanteil an.

Wer weiter weg möchte, den zieht es am ehesten Richtung USA, Thailand oder Dominikanische Republik. Australien sowie Japan schaffen es auf den vierten Platz. Bei den aktuellen Winterbuchungen haben jedoch die Malediven die Nase vorne.

Skiurlaub wird unerschwinglich

Zu teuer und unverantwortlich! Zum Skifahren in den Urlaub zu fahren hat deutlich an Attraktivität verloren. Nicht einmal jeder Zehnte gab an, für 2023 einen Winter- bzw. Skiurlaub zu planen. 28 Prozent finden es einfach zu teuer, 15 Prozent können es sich gar nicht mehr leisten und 10 Prozent halten es in Zeiten einer Energiekrise für verantwortungslos.