Skifahren: Die Tickets werden heuer richtig teuer

Schlechte Nachrichten für Winterurlauber: Tagestickets gehen in den Ski-Hotspots Richtung 70,– Euro.
Autor: Simone Reitmeier, 02.09.2022 um 10:00 Uhr

Skifahren und Snowboarden ist für einen großen Teil der Österreicher der Inbegriff für puren Winterspaß. Für viele gehört der Skiurlaub zu Weihnachten wie Christbaum und Geschenke. Heuer trübt allerdings eine extreme Teuerung das Vergnügen.  

Seilbahnbetreiber heben Preise kräftig an

So gut wie in allen Skigebieten werden die Preise für Skipässe der Saison 2022/2023 deutlich ansteigen. „Der Preis für die Ski Alpin-Tageskarte wird heuer um elf Prozent erhöht“, erläutert Salzburgs Seilbahnsprecher und Vorstand der Schmittenhöhebahn AG Erich Egger gegenüber weekend.at. Zum Ski Alpin-Kartenverbund gehören die Schmitten in Zell am See, das Kitzsteinhorn in Kaprun und der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn.

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Knappe 70,– Euro für ein Tagesticket

Vor zwei Wochen diskutierten Experten noch, ob eine Preissteigerung von gut sieben Prozent ausreichen würde. Das wäre erstmals eine Erhöhung unterhalb der Inflationsrate (neun Prozent) gewesen. Die Teuerung der Skikarten bewegte sich in den vergangenen Jahren regelmäßig über der Inflationsrate, zwischen 2 und 2,5 Prozent. In Anbetracht der aktuellen Lage ist es aber sehr wahrscheinlich, dass viele Gebiete bei den Tarifen auf über zehn Prozent anheben müssen. Umgerechnet bedeutet das: Der Preis für ein Tagesticket in den Ski-Hotspots wie Ischgl, Schladming oder Saalbach wird sich in der Hauptsaison vermutlich Richtung 70,– Euro bewegen. Bei einigen Skigebieten stehen die Preise (bis auf weiteres) schon fest: Eine Tageskarte in der Hauptsaison kostet in Sölden 67,- Euro, in Schladming 68,– Euro und in Gastein 68,50 Euro.

Mann beim Kauf eines Skitickets an der Kassa. | Credit: iStock.com/undefined undefined

Preistreiber: Energiekosten

Inflation, hohe Personalkosten, pandemiebedingte Ausfälle in den vergangenen Jahren und allen voran die horrenden Energiepreise zwingen heimische Skigebiete dazu, die Ticketpreise stark anzuheben. Wie es zu Beginn der Saison tatsächlich ausschauen wird, kann aus heutiger Sicht niemand mit Sicherheit sagen. Die Energiepreise sind unberechenbaren Schwankungen ausgesetzt. Früher kostete eine Megawattstunde an die 50,– Euro, heuer erreichte sie bereits Spitzenpreise von bis zu 1.000,– Euro. Das ist eine 20-fache Steigerung.

Wo kann man sparen?

Wem das zu teuer ist, der muss entweder zu Hause bleiben oder sich bereits im Vorfeld Tickets sichern. Viele Skigebiete locken mit preiswerteren Vorverkaufspreisen und Frühbucherboni. Die Tickets in der Vor- und Nachsaison sind in der Regel um einige Euro billiger als jene der Hauptsaison.