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Lawine geht auf Lechtalstraße (B198) bei Bach nieder.
Eine Lawine hat Freitagfrüh im Tiroler Lechtal einen Bus von der Straße gedrückt.
Eine Lawine hat Freitagfrüh im Tiroler Lechtal einen Bus von der Straße gedrückt.
Rene Notenbomer/iStock.com

Unglück: Lawine trifft Firmenbus

20.02.2026 um 10:18, Weekend Redaktion
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Schockmoment im Tiroler Lechtal: Eine Lawine erfasst Freitagfrüh einen Bus und schiebt ihn von der Straße. Die Lawinengefahr bleibt extrem hoch.

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Großes Glück im Tiroler Lechtal: Freitagfrüh ist bei Bach im Bezirk Reutte eine Lawine auf die Lechtalstraße (B198) abgegangen und hat einen Bus erfasst. Das Fahrzeug wurde von den Schneemassen von der Fahrbahn gedrückt. Trotz der dramatischen Situation blieb das Unglück ohne Verletzte.

Lawinenabgang gegen 5 Uhr

Der Vorfall ereignete sich gegen 5.00 Uhr in der Früh. Laut Polizeiangaben befanden sich zwölf Personen in dem Bus, bei dem es sich Medienberichten zufolge um einen Firmenbus mit Mitarbeitern handelte.

Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber der APA, dass niemand verletzt wurde. Wie genau der Bus von den Schneemassen erfasst wurde, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Großeinsatz im Lechtal

Unmittelbar nach dem Lawinenabgang rückten mehrere Einsatzkräfte aus. Die Bergrettung Elbigenalp sondierte den Lawinenkegel, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen unter den Schneemassen befinden.

Zusätzlich standen Polizei und Straßenmeisterei im Einsatz. Die betroffene Straße musste gesperrt werden, eine lokale Umleitung wurde eingerichtet. Das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte sorgte dafür, dass die Situation rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Lawinenwarnstufe 4

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Lawinenlage. In großen Teilen Tirols herrscht weiterhin Lawinenwarnstufe 4, das bedeutet „große Gefahr“.

Durch Neuschnee und starken Westwind haben sich oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen besonders störanfällige Triebschneeansammlungen gebildet. Experten warnen davor, dass Schneebretter teilweise bis in tiefere Schichten durchreißen und großflächige Lawinen auslösen könnten. Das Land Tirol und der Lawinenwarndienst appellierten erneut eindringlich an Wintersportler, auf Touren und Fahrten im freien Skiraum zu verzichten.

In den vergangenen Tagen waren bereits zwei Lawinentote zu beklagen. Zudem kam es zu zahlreichen Rettungseinsätzen im alpinen Gelände.

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