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Am Freitag, 28. August, ist über Österreich eine partielle Mondfinsternis zu beobachten.
Mondfinsternis 2026: Das Maximum wird gegen 6.12 Uhr erreicht, der Mond steht dann bereits sehr tief.
Mondfinsternis 2026: Das Maximum wird gegen 6.12 Uhr erreicht, der Mond steht dann bereits sehr tief.
AstroStar/Shutterstock.com

Mondfinsternis 2026: Diese Uhrzeit müssen Sie sich merken

24.08.2026 um 13:02, Yunus Emre Kurt
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Am Freitagmorgen wartet das nächste Himmelsspektakel: Über Österreich ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Im Westen sind die Chancen besonders gut.

Nur rund zwei Wochen nach der partiellen Sonnenfinsternis wartet bereits das nächste Himmelsspektakel auf Österreich. Am Freitag, dem 28. August, zieht der Vollmond teilweise durch den Schatten der Erde. Wer die partielle Mondfinsternis beobachten möchte, muss allerdings früh aufstehen. Besonders gute Chancen gibt es im Westen Österreichs, wo der Mond etwas länger über dem Horizont bleibt.

Dann beginnt die Mondfinsternis

Das astronomische Schauspiel startet bereits mitten in der Nacht. Der Mond beginnt gegen 3.23 Uhr, in den Halbschatten der Erde einzutreten. Deutlich auffälliger wird das Ereignis später, wenn der Erdtrabant zunehmend vom dunkleren Kernschatten erfasst wird.

Seinen Höhepunkt erreicht das Ereignis in Österreich gegen 6.12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 93 Prozent des Monddurchmessers vom Kernschatten der Erde bedeckt. Der Mond erscheint dadurch stark abgedunkelt, bleibt aber teilweise sichtbar.

Der Zeitpunkt macht die Beobachtung allerdings schwierig. Die Morgendämmerung hat dann längst eingesetzt und der Mond steht bereits unmittelbar über dem westlichen Horizont. Häuser, Berge oder Bäume können die Sicht deshalb rasch verdecken.

In Salzburg sind die Chancen besonders gut

Je weiter westlich man sich in Österreich befindet, desto etwas besser sind die Voraussetzungen. In Ostösterreich geht der Mond bereits rund um den Höhepunkt der Finsternis unter. Beobachter im Westen haben dagegen einige zusätzliche Minuten.

Für Salzburg wird das Maximum gegen 6.12 Uhr angegeben. Sichtbar bleibt die Finsternis dort bis etwa 6.26 Uhr, ehe der Mond unter dem Horizont verschwindet. Voraussetzung ist allerdings ein möglichst freier Blick Richtung Westen.

Wer das Spektakel sehen möchte, sollte deshalb einen erhöhten Standort ohne Hindernisse am Horizont wählen. Ein Teleskop ist nicht notwendig: Eine Mondfinsternis kann problemlos mit freiem Auge beobachtet werden. Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist auch keine spezielle Schutzbrille erforderlich.

So entsteht eine Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis kann ausschließlich bei Vollmond auftreten. Dabei stehen Sonne, Erde und Mond annähernd auf einer Linie. Die Erde befindet sich zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten auf den Erdtrabanten.

Wandert nur ein Teil des Mondes in den Kernschatten der Erde, spricht man von einer partiellen Mondfinsternis. Bei einer totalen Mondfinsternis verschwindet dagegen die gesamte Mondscheibe im Kernschatten. Häufig färbt sich der Mond dabei rötlich, weil langwelliges Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre in den Schattenbereich gelenkt wird.

Am Freitag bleibt ein kleiner Teil der Mondscheibe außerhalb des Kernschattens. Trotzdem ist die Verfinsterung mit mehr als 90 Prozent besonders ausgeprägt.

Dann folgt die nächste Mondfinsternis

Wer das Ereignis am Freitag verpasst, muss auf die nächste Gelegenheit nicht allzu lange warten. Am 20. Februar 2027 ist von Österreich aus eine Halbschatten-Mondfinsternis sichtbar. Diese fällt allerdings deutlich weniger spektakulär aus.

Am 12. Jänner 2028 folgt wieder eine partielle Mondfinsternis. Auf eine totale Mondfinsternis, die von Österreich aus besonders gut beobachtet werden kann, müssen Himmelsfans dagegen bis zum 31. Dezember 2028 warten.

Am Freitag lohnt sich der frühe Blick zum Himmel also besonders. Bei klarem Wetter und freier Sicht nach Westen dürfte die stark verdunkelte Mondscheibe kurz vor ihrem Untergang eines der auffälligsten astronomischen Ereignisse des Sommers werden.

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