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Frau blickt auf Smartphone während ein steigender Pfeil im Hintergrund höhere Mobilfunkpreise symbolisiert
Steigende Mobilfunkpreise: Viele Handytarife werden ab April teurer – Verbraucher prüfen ihre Kosten.
Steigende Mobilfunkpreise: Viele Handytarife werden ab April teurer – Verbraucher prüfen ihre Kosten.
Montage: weekend.at (Oleg Elkov/istock.com; Beautifulblossom/istock.com)

Mobilfunk: Handytarife werden jetzt teurer – aber nicht alle

24.03.2026 um 15:59, Stefanie Hermann
min read
Die Mobilfunkpreise steigen ab April teils deutlich. Wer betroffen ist, warum Tarife teurer werden und wie Sie jetzt konkret sparen können.

Mobilfunk wird ab April deutlich teurer: Viele Tarife steigen automatisch durch die Inflation. Wer jetzt vergleicht, kann viel Geld sparen.

Mobilfunk wird teurer: Diese Tarife sind betroffen

Ab April wird Mobilfunk in Österreich für viele Kundinnen und Kunden spürbar teurer. Die großen Anbieter A1, Magenta und Drei passen ihre Tarife automatisch an die Inflation an.

Die Grundlage ist der Verbraucherpreisindex von 3,5 Prozent. Während A1 und Magenta ihre Grundgebühren um genau diesen Wert erhöhen, fällt die Anpassung bei Drei teils deutlich stärker aus. Hier sind je nach Vertrag sogar bis zu 6,5 Prozent mehr pro Monat möglich.

Handytarife: Warum der Mobilfunk jetzt teurer wird

Die Anbieter verweisen auf steigende Kosten im Mobilfunk. Der Ausbau von 5G-Netzen, wachsender Datenverbrauch und höhere Anforderungen an Stabilität treiben die Investitionen.

Gleichzeitig greifen in vielen Verträgen sogenannte Wertsicherungsklauseln. Diese erlauben automatische Preisanpassungen an die Inflation, ohne dass Kundinnen und Kunden aktiv zustimmen müssen. Die Anpassung erfolgt damit ohne Vorwarnung im Hintergrund und wird meist erst auf der nächsten Rechnung sichtbar.

Kein Sonderkündigungsrecht bei Preisanpassung

Wichtig ist: Bei diesen Anpassungen handelt es sich rechtlich nicht um klassische Preiserhöhungen, sondern um vertraglich vereinbarte Indexierungen. Daher besteht in der Regel kein Sonderkündigungsrecht. Wer noch an einen Vertrag gebunden ist, kann meist erst nach Ablauf der Bindung wechseln.

Kostenfalle Tarif: Bestandskunden zahlen drauf

Besonders betroffen sind langjährige Kundinnen und Kunden. Im Mobilfunk zeigt sich seit Jahren eine klare Entwicklung: Neukunden erhalten immer bessere Angebote, während Bestandskunden durch laufende Anpassungen mehr bezahlen.

Seit 2020 sind neue bgeworden. Gleichzeitig sind bestehende Verträge um bis zu 28,2 Prozent teurer geworden. Das bedeutet: Wer lange beim gleichen Anbieter bleibt, zahlt oft deutlich mehr für die gleiche Leistung.

Diese Mobilfunk-Anbieter erhöhen nicht

Während die großen Anbieter ihre Preise anheben, bleiben viele kleinere Anbieter stabil. Vor allem virtuelle Anbieter verzichten weiterhin auf automatische Preisanpassungen. Dazu zählen unter anderem Spusu, HoT und Educom.

Sie nutzen bestehende Netze und geben die Inflation derzeit nicht an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Teilweise werden Tarife sogar verbessert, etwa durch mehr Datenvolumen.

Konkretes Beispiel: So viel können Sie sparen

Ein typischer Tarif im Mobilfunk liegt aktuell bei rund 25 Euro pro Monat. Nach der Anpassung steigt dieser Betrag weiter an. Im Vergleich dazu bieten Diskontanbieter ähnliche Leistungen oft für unter 10 Euro monatlich.

Auf ein Jahr gerechnet ergibt sich daraus eine mögliche Ersparnis von mehr als 150 Euro, ohne dass auf zentrale Leistungen verzichtet werden muss.

Mobilfunk: So wechseln Sie jetzt sinnvoll

Wer im Mobilfunk sparen möchte, sollte den eigenen Tarif genau prüfen. Zuerst sollte geklärt werden, wie hoch die monatlichen Kosten tatsächlich sind und welche Leistungen wirklich genutzt werden.

Viele Kundinnen und Kunden benötigen deutlich weniger Datenvolumen, als ihr Tarif beinhaltet. Ein Vergleich aktueller Angebote zeigt schnell, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Neue Anbieter übernehmen häufig die Kündigung des alten Vertrags sowie die Rufnummernmitnahme.

Der entscheidende Faktor ist nicht das Netz, sondern der gewählte Vertrag.

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