Akute Gefahr: Darum kommt Grillverbot schon jetzt
Die anhaltende Trockenperiode im Frühjahr 2026 führt in Wien zu drastischen Maßnahmen. Da es in den letzten Wochen kaum geregnet hat, ist die Gefahr von Flur- und Waldbränden massiv gestiegen. Um die Wiener Wälder und Wiesen zu schützen, wurde ab dem 8. Mai ein umfassendes Grillverbot für jeden öffentlichen Grillplatz im Stadtgebiet ausgesprochen.
Trockenheit erzwingt frühes Grillverbot
Im Vergleich zum Vorjahr, als ein Grillverbot in Wien erst Ende Juni in Kraft trat, ist die Lage heuer bereits Anfang Mai kritisch. Die niedrigen Niederschlagsmengen haben Böden und Vegetation stark austrocknen lassen. Forstdirektorin Petra Wagner warnt vor der angespannten Situation in einer offiziellen Aussendung: „Die aktuelle Trockenheit sorgt für eine sehr angespannte Lage in unseren Wiener Wäldern. Wir appellieren daher an alle Wiener und Wienerinnen, das Grill- und Feuerverbot einzuhalten.“
Shishas und Rauchen ebenfalls untersagt
Das Verbot beschränkt sich nicht nur auf den klassischen Grillplatz auf der Donauinsel oder im Wienerwald. Untersagt ist zudem jegliches Hantieren mit offenem Feuer sowie das Rauchen im Wald und in waldnahen Gebieten. Explizit weist die Stadt Wien darauf hin, dass auch der Gebrauch von Shishas (Wasserpfeifen) verboten ist, da die glühende Kohle ein erhebliches Brandrisiko darstellt.
Kontrollen durch die Forstdirektion
Die Einhaltung der Verordnung wird streng überwacht. Försterinnen und Förster der Stadt Wien führen in den betroffenen Gebieten verstärkt Kontrollen durch. Die Bevölkerung wird gebeten, bei der Entdeckung von Rauch oder Bränden sofort den Feuerwehr-Notruf 122 zu wählen. Das Verbot bleibt bis zu einer nachhaltigen Entspannung der Wettersituation bestehen.
Ausnahme: Grillen im eigenen Garten
Vom aktuellen Verbot ausgenommen ist das Grillen im privaten Garten. Dies gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sich das Grundstück außerhalb von Gefahrenzonen in Waldnähe befindet. Die Behörden mahnen jedoch auch hier zu äußerster Vorsicht.