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Homescreen eines iPhones auf dem die Apps Zoom und Microsoft-Teams installiert sind
Microsoft Teams erhält ab Jänner zahlreiche Sicherheits-Updates.
Microsoft Teams erhält ab Jänner zahlreiche Sicherheits-Updates.
Wachiwit/iStock

Milionen betroffen: Mega-Änderung bei Teams fix

12.01.2026 um 12:04, Marcel Toifl
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Microsoft will erweiterte Teams-Sicherheitsregeln automatisch aktivieren. Millionen Nutzer erhalten im Jänner strengere Schutzfunktionen.

Microsoft verschärft schrittweise die Sicherheitsstandards in Microsoft Teams. Seit Mitte Jänner gelten neue Voreinstellungen für Millionen Nutzer weltweit. Im Februar folgt ein weiterer Schritt auf Smartphones. Beide Maßnahmen betreffen vor allem Menschen ohne technisches Vorwissen.

Der Konzern reagiert damit auf eine wachsende Zahl von Angriffen über Chatprogramme. Teams entwickelt sich zunehmend zum Einfallstor für manipulierte Links und schädliche Dateien. Microsoft setzt nun stärker auf automatische Schutzmechanismen.

Die Änderungen greifen ohne aktives Zutun der Nutzer. Wer keine individuellen Einstellungen vorgenommen hat, erhält die neuen Regeln automatisch. Ziel ist eine einheitliche Grundabsicherung.

Automatische Sicherheitsfunktionen ab Jänner

Seit dem zwölften Jänner gelten in Microsoft Teams neue Sicherheitsstandards. Sie werden automatisch aktiviert, sofern Organisationen ihre Voreinstellungen nicht angepasst haben. Microsoft spricht von einer Secure-by-Default-Strategie.

Gefährliche Dateitypen lassen sich nicht mehr über Chats oder Kanäle teilen. Dazu zählen ausführbare Dateien sowie bestimmte Skripte. Links werden beim Teilen in Echtzeit überprüft. Bekannte Phishing-Seiten werden blockiert.

Zusätzlich erhalten Nutzer ein neues Meldesystem. Damit lassen sich Fehlalarme kennzeichnen. Microsoft will so die Erkennungsmechanismen laufend anpassen.

Was Nutzer ab Februar auf dem Smartphone bemerken

Im Februar erreicht die Sicherheitsstrategie auch die mobile Teams-Version. Unter Android und iOS erscheint eine neue Einstellung mit dem Namen „Links in Teams“.

Beim Antippen von PDF- oder Nicht-Office-Links öffnet sich künftig ein Auswahlfenster. Nutzer legen dort fest, welche App den Link öffnen soll. Standardmäßig schlägt Teams den Browser Microsoft Edge vor.

Ist Edge nicht installiert, erscheint eine Installationsaufforderung. Microsoft verweist auf zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie eine zentrale Anmeldung. Der Roll-out soll bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Steuerungsmöglichkeiten für Administratoren

Die neuen Funktionen sind standardmäßig aktiviert. Administratoren können jedoch eingreifen. Über PowerShell lässt sich die TeamsMobilityPolicy anpassen.

Mit dem Wert OfferBrowserOptions bleibt die Nachfrage aktiv. UseSystemDefaults deaktiviert sie vollständig. Organisationen mit bestehenden individuellen Einstellungen sind von der automatischen Umstellung ausgenommen.

Microsoft rechnet dennoch mit erhöhtem Supportaufwand. Warnhinweise und blockierte Inhalte werden für viele Nutzer zum neuen Alltag.

Quellen und weiterführende Informationen

  • ad-hoc-news.de: Microsoft Teams aktiviert automatisch schärfere Sicherheit für Millionen Nutzer
  • heise online: Microsoft Teams: Mobilversion erfragt im Februar neue Standardprogramme

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