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Michael Dichand blickt auf diesem Porträt ruhig in die Kamera und trägt eine randlose Brille. Das Bild zeigt ihn als Mitgesellschafter der Kronen Zeitung, der im Alter von 63 Jahren gestorben ist.
Michael Dichand auf einem seltenen Porträtfoto – der „Krone“-Mitgesellschafter ist im Alter von 63 Jahren gestorben.
Michael Dichand auf einem seltenen Porträtfoto – der „Krone“-Mitgesellschafter ist im Alter von 63 Jahren gestorben.
APA-Images / Franz Neumayr

Michael Dichand ist tot: Krone-Miteigentümer stirbt mit 63 Jahren

22.04.2026 um 11:09, Stefanie Hermann
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Michael Dichand ist tot: Der Krone-Miteigentümer ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Sein Tod verschärft den Streit um Anteile und Zukunft der Kronen Zeitung.

Michael Dichand ist tot. Der Mitgesellschafter der Kronen Zeitung ist in der Nacht auf Dienstag im Alter von 63 Jahren gestorben. Das hat sein Bruder Christoph Dichand der Belegschaft in einer Mitteilung mitgeteilt. „Er ist friedlich gegangen, befreit von seinen Leiden“, so der Krone-Herausgeber.

Michael Dichand ist tot: Trauer um Krone-Miteigentümer

Michael Dichand zählt zu den zentralen Figuren hinter Österreichs reichweitenstärkster Tageszeitung. Als ältester Sohn von Krone-Gründer Hans Dichand hat er nach dem Tod des Vaters 2010 Anteile am Medienhaus übernommen.

Zuletzt hat er rund 21 Prozent an der Kronen Zeitung gehalten. Erst Ende 2025 hat er gemeinsam mit seinem Bruder Christoph die 50 Prozent der Anteile der Funke-Gruppe zurückgekauft. Seither befindet sich die Zeitung wieder vollständig in Familienbesitz.

Christoph Dichand kontrolliert aktuell rund 54 Prozent, Schwester Johanna Dichand hält 12,5 Prozent.

Familienstreit um Krone-Anteile spitzt sich zu

Der Tod von Michael Dichand trifft die Familie in einer angespannten Phase. Seit Monaten laufen interne Auseinandersetzungen über die Zukunft der Kronen Zeitung sowie über Beteiligungen und Erbfragen.

Insbesondere zwischen Christoph Dichand und Johanna Dichand gibt es Differenzen. Auch der Rückkauf der Funke-Anteile sorgt für Konflikte. Ursprünglich soll Johanna zugestimmt haben, diese Zustimmung jedoch kurzfristig zurückgezogen haben.

Was mit den Anteilen von Michael Dichand nun passiert, ist offen.

Medienmacht und wirtschaftliche Verflechtungen

Die Kronen Zeitung bleibt ein zentraler Player in der österreichischen Medienlandschaft. Laut Media-Analyse erreicht sie rund ein Viertel der Bevölkerung über Print und Online.

Gemeinsam mit dem Kurier hält die „Krone“ zudem 50 Prozent an Mediaprint. Der Konzern betreibt die größte Zeitungsdruckerei und Zustellung in Österreich und produziert unter anderem auch Titel wie Heute, Österreich oder Die Presse.

Michael Dichand als Unternehmer: Energie und Landwirtschaft

Abseits des Mediengeschäfts verfolgte Michael Dichand zahlreiche unternehmerische Projekte. In den 1990er-Jahren baute er einen der größten Biobauernhöfe Österreichs im Burgenland auf.

Später widmete er sich verstärkt Energieprojekten. Als Geschäftsführer der Care Energy Holding engagierte er sich in erneuerbaren Technologien, insbesondere in Biomasse- und Wasserstoffprojekten. Ein Kraftwerk in Thailand nutzt eine sogenannte DFB-Technologie, um Abfälle in „saubere Energie“ umzuwandeln.

Abschied von Michael Dichand

Mit dem Tod von Michael Dichand verliert die österreichische Medienlandschaft eine prägende Figur. Sein Bruder schreibt: „Seine Sorgen sind jetzt bei uns.“

Michael Dichand hinterlässt seine Ehefrau und drei Kinder.

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