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Feuerwehrwagen als Themenbild für den Zugbrand in Hörsching
Ein technisches Gebrechen führte zu einem Brand an der Lokführerkabine eines Personenzuges auf der Westbahnstrecke bei Hörsching.
Ein technisches Gebrechen führte zu einem Brand an der Lokführerkabine eines Personenzuges auf der Westbahnstrecke bei Hörsching.
LukeOnTheRoad/Shutterstock

Zug brennt auf Weststrecke: 150 Menschen evakuiert

06.06.2026 um 11:26, Marcel Toifl
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Nach dem Brand an einem Zug in Hörsching ermittelt die Feuerwehr die Ursache. Der Vorfall auf der Weststrecke führte zu massiven Verzögerungen.

Auf offener Strecke geriet ein vollbesetzter Zug in Brand. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Linz-Land auf der viel befahrenen Westbahnstrecke, als eine Regionalbahn mit rund 150 Passagieren an Bord plötzlich gestoppt werden musste. Dank des schnellen Handelns des Bahnpersonals und der alarmierten Einsatzkräfte konnte eine Katastrophe verhindert werden.

Die Brandursache von Hörsching: Technischer Defekt unter dem Führerstand

Unmittelbar nach dem Löschen des Feuers begann die Suche nach dem Auslöser für den gefährlichen Brand auf Höhe der Flughafenstraße in der Gemeinde Hörsching. Ersten Erkenntnissen der Brandermittler zufolge nahm das Feuer an der Unterseite der Lokführerkabine seinen Ausgang, welche sich am hinteren Ende der Zuggarnitur befand.

Bezüglich der genauen Brandursache herrscht bei den Experten vor Ort bereits weitgehende Einigkeit:

  • Keine Fremdeinwirkung: Nach Angaben der Polizei und der Feuerwehr gibt es keinerlei Hinweise auf mutwillige Brandstiftung oder äußere Einflüsse.
  • Technischer Defekt im Fokus: Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr nach den ersten Untersuchungen bestätigte, hat vermutlich ein technisches Gebrechen den Brand ausgelöst.
  • Keine Personenschäden: Trotz der starken Rauchentwicklung und der Flammenbildung an der Lokomotive wurde glücklicherweise niemand der 150 Reisenden verletzt.

Einsatzchronik: Lokführer kämpft mit Feuerlöscher gegen die Flammen

Das Unglück ereignete sich am Freitag gegen 12:00 Uhr mittags, als der Regionalzug von Linz kommend in Fahrtrichtung Wels unterwegs war. Der 39-jährige Lokführer aus dem Mühlviertel bemerkte die Unregelmäßigkeit an seinem Fahrzeug rechtzeitig und reagierte sofort, indem er eine rasche Betriebsbremsung einleitete, um den Zug sicher zum Stehen zu bringen.

Der anschließende Rettungseinsatz lief in mehreren Phasen ab. Der 39-Jährige hatte den Brand bemerkt und sofort eine Betriebsbremsung eingeleitet. In weiterer Folge versuchte er, die Flammen mit einem Handfeuerlöscher zu beenden, ehe die Feuerwehr mit 52 Einsatzkräften zu Hilfe kam.“

Dank der Unterstützung von insgesamt 52 Feuerwehrleuten, die in kürzester Zeit am Unglücksort eintrafen, gelang es mit vereinten Kräften, den Brand unter dem Führerstand rasch vollständig zu löschen und eine weitere Ausbreitung auf die Passagierwaggons zu verhindern.

Streckensperre und Schienenersatzverkehr: Die Folgen für den Bahnverkehr

Der Zwischenfall löste spürbare Kettenreaktionen im gesamten österreichischen Bahnverkehr aus. Da die Brandbekämpfung und die anschließenden Bergungsarbeiten direkt im Gleisbereich stattfanden, musste die betroffene Westbahnstrecke aus Sicherheitsgründen umgehend komplett für den Verkehr gesperrt werden. Für die blockierten Fahrgäste wurde eine Ersatzlokomotive aus Wels angefordert, um den beschädigten Personenzug abzuschleppen. Die Passagiere wurden schließlich mit einem anderen Zug sicher weiterbefördert.

Die Auswirkungen auf den Fahrplan im Detail:

  • Totalsperre: Der betroffene Abschnitt der Weststrecke zwischen den Bahnhöfen Hörsching und Oftering war für rund eineinhalb Stunden komplett unterbrochen.
  • Eingeschränkter Betrieb: Nach der Teilöffnung war die Strecke für weitere dreieinhalb Stunden nur sehr eingeschränkt passierbar, was zu massiven Folgeverzögerungen führte.
  • Umleitungen und Busse: Der gesamte Fernverkehr musste großräumig umgeleitet werden. Für den Regionalverkehr richteten die Betreiber zeitweise einen Schienenersatzverkehr mit Omnibussen zwischen dem Hauptbahnhof Linz/Donau und dem Bahnhof Marchtrenk ein.

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