Meningitis-Alarm in England: Folgen für Österreich
- Verbindung zu Klubnacht
- Behörden reagieren schnell
- Gefährliche Erkrankung
- Risiko für Österreich gering
- Vorsicht für bestimmte Gruppen
- Impfung als Schutz
Der Meningitis-Ausbruch in England sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit. In der Stadt Canterbury wurden bisher 20 Fälle einer invasiven Meningokokken-Erkrankung gemeldet. Zwei Menschen sind bereits an den Folgen gestorben.
Besonders betroffen sind junge Erwachsene, darunter Studierende der University of Kent sowie Schülerinnen und Schüler höherer Schulen.
Verbindung zu Klubnacht
Als möglicher Ausgangspunkt des Meningitis-Ausbruchs in England gilt eine Veranstaltung im Nachtclub „Chemistry“ Anfang März.
Viele der Erkrankten sollen sich dort aufgehalten haben. Gesundheitsbehörden sehen darin einen möglichen Auslöser für die schnelle Ausbreitung innerhalb einer eng vernetzten Gruppe.
Behörden reagieren schnell
Die britischen Gesundheitsbehörden haben rasch Maßnahmen ergriffen. Mehr als 2.500 Personen erhielten vorsorglich Antibiotika. Diese Maßnahme gilt als zentral, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Zusätzlich wurde eine Impfkampagne gestartet. Tausende Studierende in Wohnheimen sollen gezielt ein Impfangebot erhalten.
Gefährliche Erkrankung
Meningokokken-Erkrankungen gelten als besonders gefährlich. Die Krankheit kann sich innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern. Typische Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Erbrechen oder Verwirrtheit. Auch ein Hautausschlag kann auftreten. In schweren Fällen kann die Krankheit innerhalb von 24 Stunden tödlich verlaufen.
Risiko für Österreich gering
Für Österreich besteht derzeit kein erhöhtes Risiko. Der Meningitis-Ausbruch in England ist auf bestimmte soziale Gruppen begrenzt. Die Krankheit wird nicht über größere Distanzen übertragen, sondern erfordert engen Kontakt zwischen Menschen.
Vorsicht für bestimmte Gruppen
Ein gewisses Risiko besteht jedoch für Personen, die sich kürzlich in der betroffenen Region aufgehalten haben. Auch Menschen mit vielen sozialen Kontakten, etwa Studierende oder Teilnehmer großer Veranstaltungen, sollten aufmerksam sein.
Impfung als Schutz
Ein wichtiger Schutzfaktor ist die Impfung. Standardimpfungen decken mehrere Meningokokken-Typen ab, jedoch nicht alle. Die aktuell betroffene Serogruppe B wird nicht von allen Impfungen vollständig erfasst. Dennoch gilt: Impfungen reduzieren das Risiko deutlich.