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Roter Einkaufskorb mit verschiedenen Lebensmitteln wie Brot, Obst, Gemüse, Öl und Getränken in einem Supermarkt.
Die Senkung der Mehrwertsteuer soll ausschließlich ausgewählte Grundnahrungsmittel betreffen.
Die Senkung der Mehrwertsteuer soll ausschließlich ausgewählte Grundnahrungsmittel betreffen.
olegkalina / iStock

Diese Lebensmittel werden jetzt günstiger

14.01.2026 um 16:45, Stefanie Hermann
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Ab 1. Juli 2026 wird die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf fünf Prozent halbiert. Brot, Milch, Eier und weitere Produkte werden günstiger.

Die Bundesregierung senkt mit 1. Juli 2026 die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel von zehn auf fünf Prozent. Ziel ist es, den täglichen Einkauf leistbarer zu machen und die anhaltend hohe Teuerung zu dämpfen.

Grundnahrungsmittel: Das wird billiger

Nach Angaben der Regierung und aus bisherigen Abstimmungen umfasst der begünstigte Warenkorb voraussichtlich Brot, Milch, Eier, Butter, Nudeln, Kartoffeln und Äpfel. Diese Auswahl deckt Produkte ab, die in fast allen Haushalten regelmäßig gebraucht werden.

Erweiterungen: Was zusätzlich infrage kommt

Über diese Kernprodukte hinaus könnte eine Erweiterung möglich sein. In Diskussion stehen Reis, ausgewählte Gemüsesorten, Obst sowie heimischer Käse. Ob und in welchem Umfang diese Produkte in die Begünstigung fallen, hängt vom verfügbaren Budgetrahmen ab.

Warum diese Auswahl getroffen wird

Die Entscheidung richtet sich nach drei Kriterien: Relevanz für die Grundversorgung, häufige Verwendung im Alltag und klare Nachvollziehbarkeit entlang der Produktionskette. So soll sichergestellt werden, dass die Entlastung tatsächlich bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommt und leicht überprüfbar bleibt.

Wie viel man wirklich spart

Die Halbierung der Steuer sorgt für kleine, aber in Summe merkliche Unterschiede beim Einkauf. Beispielhaft gilt:

  • Butter (250 g, bisher 1,29 €) kostet künftig rund 1,23 €.
  • Milch (1 l, bisher 1,39 €) fällt auf etwa 1,32 €.
  • Zehn Eier (bisher 3,79 €) sinken auf 3,62 €.
  • Schwarzbrot (½ kg, bisher 2,15 €) liegt künftig bei 2,05 €.

Die tatsächliche Ersparnis hängt vom individuellen Warenkorb und vom Anteil der begünstigten Produkte ab. Insgesamt ergibt sich für einen durchschnittlichen Haushalt eine Entlastung von rund 100 Euro pro Jahr.

Sicherstellung: Weitergabe der Senkung

Der Handel hat heute bereits versichert, die Steuersenkung eins zu eins weiterzugeben. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) kontrolliert, ob die Entlastung tatsächlich bei den Endpreisen sichtbar ist. Zusätzliche Regeln zu Margentransparenz und höhere Strafen bei Verstößen sollen Manipulationen verhindern.

Laufzeit und Überprüfung

Die Maßnahme tritt mit 1. Juli 2026 in Kraft und wird laufend überprüft. Geplant ist eine Evaluierung, die zeigt, wie stark sich die Senkung auf Preisniveau, Kaufkraft und Wettbewerb auswirkt. Sollten Mitnahmeeffekte auftreten, kann die Regierung nachjustieren.

Finanzierung: Ausgleich im Budget

Das Entlastungspaket hat ein Volumen von rund 400 Millionen Euro. Finanziert wird es durch eine Abgabe auf nicht recyclebares Plastik und eine Paketabgabe auf Sendungen aus Drittstaaten. Damit bleibt die Maßnahme budgetneutral, ohne neue Schulden aufzunehmen.

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