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Einschlag einer iranischen Rakete in der israelischen Stadt Haifa
Kampf am Himmel: Israels Luftabwehr fängt iranische Raketen über Großstädten wie Haifa ab.
Kampf am Himmel: Israels Luftabwehr fängt iranische Raketen über Großstädten wie Haifa ab.
APA-Images / AFP / JALAA MAREY

Raketen-Alarm: Iranische Einschläge in Israel

28.02.2026 um 13:23, Marcel Toifl
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Nach iranischen Gegenangriffen werden Einschläge in Jerusalem und Haifa gemeldet. Berichte über getötete iranische Kommandeure kursieren.

Die militärische Konfrontation zwischen dem Iran und Israel erreicht eine kritische Phase. Nach den massiven US-Luftschlägen melden israelische Medien nun erste direkte Einschläge auf israelischem Staatsgebiet. Während Trümmerteile in Großstädten niedergehen, kursieren unbestätigte Berichte über den Tod hochrangiger iranischer Kommandeure. Gleichzeitig sorgt die Eskalation für eine sofortige Reaktion der Opec, da der Ölpreis auf den höchsten Stand seit Juli 2025 klettert.

Vergeltung: Einschläge in Jerusalem und Haifa

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom bestätige via X (ehemals Twitter), dass Einsatzkräfte nach dem iranischen Beschuss Granatsplitter in Jerusalem und Beit Schemesch sichern mussten. Besonders betroffen scheint der Norden: In Tirat Carmel südlich von Haifa wurde ein Gebäude schwer beschädigt. Augenzeugen berichten zudem von massiven Explosionen über der Bucht von Haifa, was auf eine hohe Aktivität der israelischen Luftabwehr hindeutet.

Opferzahlen: Verletzter im Norden Israels

Die Times of Israel berichtet von einem ersten Verletzten im Norden des Landes, der durch die Druckwelle einer Detonation getroffen wurde. Obwohl der israelische Zivilschutz primär von Sachschäden spricht, verdeutlichen erste Bilder von Rauchschwaden über israelischen Ballungszentren den Ernst der Lage. Die Lageberichte internationaler Agenturen stufen die Bedrohung weiterhin als „akut“ ein.

Gerüchte um getötete Revolutionsgarden-Generäle

Für internationales Aufsehen sorgen unbestätigte Berichte über den Tod von General Mohammad Pakpour, dem Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Auch über das Schicksal des iranischen Verteidigungsministers und des Geheimdienstchefs wird spekuliert. Während israelische Medien über erfolgreiche gezielte Schläge berichten, schweigt die Regierung in Jerusalem offiziell zu diesen Personalien.

Teheran dementiert: Führung sei in Sicherheit

Das iranische Staatsfernsehen reagierte prompt auf die Berichte. Die Staatsführung, darunter Präsident Massud Peseschkian und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, sei wohlauf und befinde sich an sicheren Orten. Die Meldungen über tote Generäle wurden als „Propaganda des Feindes“ zurückgewiesen, um die Moral der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Wirtschaftliche Folgen: Opec prüft Förderplus

Die geopolitische Krise zwischen Israel und dem Iran erschüttert die Finanzmärkte. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg unmittelbar auf 73 Dollar pro Barrel. Laut Reuters erwägt das Kartell Opec+, angeführt von Saudi-Arabien, eine massive Ausweitung der Ölförderung, um drohende Lieferausfälle im Golfraum zu kompensieren. Eine Dringlichkeitssitzung am Sonntag soll über das weitere Vorgehen entscheiden.

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