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Abbild der Heiligen Maria aufgrund derer Mariä Himmelfahrt gefeiert wird
Tradition am 15. August: Zu Mariä Himmelfahrt werden in vielen Pfarren Kräuterbuschen geweiht.
Tradition am 15. August: Zu Mariä Himmelfahrt werden in vielen Pfarren Kräuterbuschen geweiht.
Joan Sutter / Shutterstock.com

Mariä Himmelfahrt: Das bedeutet der Feiertag

12.08.2026 um 12:03, Marcel Toifl
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Das Hochfest Mariä Himmelfahrt wird am 15. August gefeiert. Es steht für die leibliche Aufnahme Mariens und symbolisiert die Bedeutung christlicher Hoffnung.

Jedes Jahr am 15. August feiern Millionen Christen weltweit das Hochfest Mariä Himmelfahrt, das offiziell als „Mariä Aufnahme in den Himmel“ bekannt ist. Neben seiner tiefen religiösen Bedeutung gilt der Tag in zahlreichen Ländern und Regionen – darunter ganz Österreich sowie Teile Deutschlands und der Schweiz – als gesetzlicher Feiertag mit einer langen traditionellen Geschichte. Das Fest gehört zu den ältesten Marienfesten der Kirche

Theologische Bedeutung und Ursprung

Im Zentrum des Festes steht der Glaube, dass Maria, die Mutter Jesu, nach dem Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. Die theologische Bedeutung liegt darin, dass an Maria als „Ersterlöster“ das vorweggenommen ist, was allen Gläubigen als Zukunft bei Gott versprochen wird.

Abgrenzen muss man das Fest sprachlich und inhaltlich von der Himmelfahrt Christi: Während Jesus aus eigener Kraft auffuhr (Ascensio), wurde Maria durch Gott in den Himmel aufgenommen (Assumptio). Die Wurzeln des Festes reichen mindestens bis in das 5. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1950 verkündete Papst Pius XII. die leibliche Aufnahme Mariens schließlich als offizielles Dogma der katholischen Kirche.

Tradition und Brauchtum der Kräuterweihe

Einer der bekanntesten Bräuche an Mariä Himmelfahrt ist die Segnung von Kräuterbuschen im Gottesdienst. Die Gebinde bestehen traditionell aus einer bestimmten Anzahl von Heil- und Gewürzkräutern – häufig 7, 9, 12, 15 oder 77 Arten –, was Symbolzahlen für Schöpfung, Apostel oder Vollkommenheit darstellt.

Nach der Weihe werden die Buschen im Haus oder Herrgottswinkel aufgehängt, wo sie Schutz vor Unwetter, Krankheit und Unheil bieten sollen. Mit dem 15. August beginnt zudem der sogenannte „Frauendreißiger“, eine dreißigtägige Periode, die im Volksglauben als besonders günstig für das Sammeln von Heilkräutern gilt.

Gesetzlicher Feiertag und regionale Besonderheiten

In Österreich, Liechtenstein sowie in mehreren katholisch geprägten Ländern Europas (wie Italien, Spanien oder Polen) ist das Fest ein arbeitsfreier Feiertag. In Deutschland gilt der Tag im Saarland sowie in rund 83 Prozent der bayerischen Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung als gesetzlicher Feiertag.

In Tirol besitzt der Tag als „Hoher Frauentag“ eine besondere historische Bedeutung: Er wird dort auch zum Gedenken an die Befreiung Tirols im Jahr 1809 gefeiert und ist traditionell der Rahmen für die Verleihung von Landesauszeichnungen.

Die wichtigsten Fakten zu Mariä Himmelfahrt im Überblick:

  • Datum: Jährlich am 15. August.
  • Bedeutung: Fest der leiblichen Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel.
  • Brauchtum: Kräuterweihe (Kräuterbuschen), Lichterprozessionen und Beginn des Frauendreißigers.
  • Status: Gesetzlicher Feiertag u. a. in Österreich, Teilen Bayerns, im Saarland und in Italien (Ferragosto).

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