„Nur Notrufe“: Große Magenta-Störung in Österreich
Für viele Magenta-Kunden hat der Dienstagmorgen mit einem ärgerlichen Netzausfall begonnen. Seit den frühen Morgenstunden wurden am 18. August aus zahlreichen Regionen Österreichs Probleme mit dem Mobilfunknetz gemeldet. Bei einigen Betroffenen erschien auf dem Smartphone nur noch der Hinweis „Nur Notrufe“. Mittlerweile dürfte sich die Situation allerdings weitgehend beruhigt haben.
Magenta-Netz fällt am Morgen aus
Schon in den frühen Morgenstunden häuften sich die Meldungen über Probleme beim österreichischen Mobilfunkanbieter Magenta. Zahlreiche Kunden konnten keine Verbindung mehr zum Mobilfunknetz herstellen. Betroffen waren damit nicht nur mobile Daten, sondern teilweise auch Telefonate.
Auf verschiedenen Störungsportalen stieg die Zahl der Meldungen am Morgen sprunghaft an. Nutzer berichteten unter anderem von einem kompletten Netzausfall, fehlendem Empfang und Smartphones, auf denen lediglich noch Notrufe möglich waren. Aktuelle Einträge dokumentierten Ausfälle etwa in Wien, Graz, Linz, Hallein, Steyr und mehreren Orten in Niederösterreich, Tirol, Kärnten und Vorarlberg.
Störungen aus ganz Österreich gemeldet
Die zahlreichen Berichte aus unterschiedlichen Regionen deuteten schnell darauf hin, dass es sich nicht um eine lokale Störung handelte. Meldungen kamen unter anderem aus Wien, der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten, Vorarlberg und dem Burgenland.
In St. Valentin berichtete etwa ein Nutzer davon, dass lediglich Notrufe möglich gewesen seien. Auch aus Graz wurde ein kompletter Ausfall von Telefonie und Internet gemeldet. In Linz, Hallein und Wiener Bezirken berichteten Betroffene ebenfalls von fehlendem Netz.
Andere Magenta-Kunden waren hingegen gar nicht oder nur vorübergehend betroffen. Das deutet darauf hin, dass der Ausfall regional beziehungsweise abhängig von bestimmten Netzkomponenten unterschiedlich stark zu spüren war.
Ursache des Ausfalls weiterhin unklar
Was genau hinter den Problemen am Dienstagmorgen steckte, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Auf der offiziellen Magenta-Störungsseite können Kunden anhand ihrer Postleitzahl überprüfen, ob für ihre Region eine gemeldete Beeinträchtigung vorliegt. Eine umfassende Erklärung für den großflächigen Ausfall war dort zunächst nicht ersichtlich.
Geplante Wartungsarbeiten dürften zumindest nicht ohne Weiteres als Erklärung für die österreichweiten Probleme dienen. Magenta weist darauf hin, dass reguläre Wartungsfenster üblicherweise mittwochs in der Nacht stattfinden. Für Dienstagmorgen war auf der öffentlich einsehbaren Übersicht keine entsprechende österreichweite Wartungsmaßnahme angeführt.
Wie viele Kunden tatsächlich betroffen waren, ist ebenfalls nicht bekannt. Die Vielzahl der Meldungen aus nahezu allen Teilen Österreichs zeigt jedoch, dass die Beeinträchtigung deutlich über einzelne Anschlüsse hinausging.
Magenta-Störung dürfte behoben sein
Gegen 9.30 Uhr zeichnete sich schließlich Entspannung ab. Die Zahl der neuen Störungsmeldungen ging deutlich zurück. Für Wien wurden zu diesem Zeitpunkt auf einem Ausfallportal bereits keine größeren Störungen mehr angezeigt.
Auch einzelne Nutzer hatten bereits früher gemeldet, dass ihre Verbindung wieder funktioniere. Ein Eintrag aus Krems berichtete beispielsweise, dass das Internet bis gegen 7 Uhr ausgefallen gewesen sei, anschließend aber wieder funktioniert habe. Andere Meldungen wurden ebenfalls bereits am Morgen als behoben gekennzeichnet.
Damit dürfte der große Magenta-Ausfall vom Dienstagmorgen zumindest weitgehend überstanden sein. Kunden, die weiterhin kein Netz haben, können über die offizielle Störungsabfrage von Magenta prüfen, ob für ihre Region noch eine konkrete Beeinträchtigung gemeldet ist.