Filmreife Verfolgungsjagd: Mutmaßliche Waffendiebe nach Crash gefasst
- Spektakulärer Einbruch in Innsbrucker Waffengeschäft
- Verfolgungsjagd über den Zirler Berg nach Bayern
- Großfahndung in Mittenwald: Festnahme der Verdächtigen
Nach einem nächtlichen Einbruch in ein Waffengeschäft in Innsbruck lieferten sich die Täter am Freitag eine kilometerlange Verfolgungsjagd mit der Polizei. Am Freitagvormittag gelang den Ermittlern in Bayern schließlich ein Durchbruch: Mindestens ein mutmaßlicher Verdächtiger konnte nach einem Verkehrsunfall auf der Flucht gefasst werden, kurz darauf folgte die offizielle Festnahme zweier Tatverdächtiger.
Spektakulärer Einbruch in Innsbrucker Waffengeschäft
Der Vorfall nahm am frühen Freitagmorgen gegen 05:30 Uhr seinen Anfang. Eine aufmerksame Zeugin bemerkte Verdächtiges an einem Waffengeschäft in der Haller Straße in Innsbruck und wählte umgehend den Notruf. Die bislang unbekannten Täter hatten sich gewaltsam Zutritt zu dem Geschäft verschafft und eine noch nicht genaue Anzahl an Schusswaffen entwendet.
Unmittelbar nach dem Einbruch leitete die Tiroler Polizei eine großangelegte Fahndung im Stadtgebiet sowie an den umliegenden Hauptverkehrsrouten ein. Die Einbrecher traten derweil mit einem Fluchtfahrzeug rasch die Flucht in Richtung Norden an.
Verfolgungsjagd über den Zirler Berg nach Bayern
Wenig später nahm eine Polizeistreife den mutmaßlichen Fluchtwagen im Bereich der B177 Seefelder Straße am Zirler Berg wahr. Es entwickelte sich eine rasante Verfolgungsjagd über Seefeld und Scharnitz in Richtung der deutschen Staatsgrenze.
Im Raum Mittenwald in Bayern verloren die österreichischen Einsatzkräfte schließlich vorübergehend den Sichtkontakt zu den Flüchtigen. Kurz darauf entdeckten deutsche Polizeikräfte das Fluchtfahrzeug verunfallt am Straßenrand. Die Insassen hatten den Wagen zu Fuß verlassen und die Flucht in ein nahegelegenes Wald- beziehungsweise Wohngebiet fortgesetzt.
Großfahndung in Mittenwald: Festnahme der Verdächtigen
In Bayern wurde daraufhin ein Großeinsatz ausgelöst. Neben zahlreichen Streifenwagen waren auch ein Polizeihubschrauber sowie die österreichische Sondereinheit Cobra am Grenzübergang beteiligt. Wegen des Polizeieinsatzes musste vorübergehend auch der Bahnverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald eingestellt werden.
Im verunfallten Fluchtfahrzeug stellten die Beamten die erbeuteten Schusswaffen aus dem Innsbrucker Waffengeschäft sicher. Am späten Vormittag meldete die bayerische Polizei den entscheidenden Ermittlungserfolg: Zwei Tatverdächtige konnten im Raum Mittenwald lokalisiert und festgenommen werden. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang sowie zu möglichen weiteren Komplizen dauern an.