KiK streicht hunderte Standorte: Auch Österreich betroffen
Inhalt
- Auch Österreich betroffen
- Fokus auf Profitabilität
- Keine Kündigungen geplant
- Schließungen laufen bereits
- Konsumverhalten verändert sich
Der deutsche Textil- und Haushaltswaren-Discounter KiK steht vor einem größeren Umbau seines Filialnetzes. Bis Ende 2026 sollen europaweit rund 300 Standorte geschlossen werden. Gleichzeitig plant das Unternehmen etwa 75 Neueröffnungen, wodurch sich die Gesamtzahl der Filialen in Europa um rund 225 auf etwa 4000 reduzieren wird.
Auch Österreich betroffen
Von den Maßnahmen ist auch Österreich betroffen. Laut aktuellen Angaben sollen hierzulande neun Filialen geschlossen werden. Gleichzeitig ist zumindest eine Neueröffnung geplant. Ob darüber hinaus weitere Standorte betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar. Aktuell betreibt KiK in Österreich mehr als 220 Filialen und beschäftigt rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Fokus auf Profitabilität
Hinter den Schließungen steckt eine klare Strategie. KiK will sein Filialnetz effizienter gestalten und stärker auf wirtschaftlich erfolgreiche Standorte setzen. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, erklärte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. In der Vergangenheit habe das Unternehmen teilweise zu stark expandiert. In einigen Fällen lagen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“, so Kümmel.
Keine Kündigungen geplant
Trotz der Schließungen sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst gehalten werden. Laut Unternehmen ist geplant, Beschäftigte aus betroffenen Filialen in anderen Standorten weiter einzusetzen oder alternative Lösungen zu finden. Kündigungen seien derzeit nicht vorgesehen.
Schließungen laufen bereits
Die aktuelle Maßnahme ist Teil einer bereits länger laufenden Strategie. Schon im September 2025 hatte KiK angekündigt, unrentable Filialen zu schließen. Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig Standorte aufgegeben. Laut Kümmel lag die Zahl bei etwa 100 Schließungen pro Jahr, allerdings bei gleichzeitig höheren Neueröffnungen.
Konsumverhalten verändert sich
Trotz grundsätzlich stabiler Nachfrage im Discount-Bereich spürt auch KiK die veränderte Konsumstimmung. „Unsere loyale Kundschaft wächst“, betonte Kümmel. Gleichzeitig sei jedoch eine zunehmende Zurückhaltung bei den Ausgaben zu beobachten. Viele Kunden verzichten häufiger auf einzelne Einkäufe oder achten stärker auf Preise.