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Papst Leo XIV. während der Osterfeierlichkeiten im Vatikan am Karfreitag
Papst Leo XIV. setzt am Karfreitag im Vatikan auf Tradition und klare Rituale
Papst Leo XIV. setzt am Karfreitag im Vatikan auf Tradition und klare Rituale
APA-Images / PA / ALESSIA GIULIANI

Karfreitag im Vatikan: Papst Leo XIV. setzt klares Signal für neuen Kurs

03.04.2026 um 08:21, Stefanie Hermann
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Karfreitag im Vatikan: Papst Leo XIV. setzt auf Tradition und klare Rituale. Sein erster Osterauftritt zeigt, wie stark sich der Kurs der Kirche verändert.

Am Karfreitag (17 Uhr Liturgie im Petersdom, 21.15 Uhr Kreuzweg) steht der Vatikan im Zeichen eines sichtbaren Kurswechsels. Papst Leo XIV. leitet erstmals die zentralen Osterfeierlichkeiten und kehrt dabei bewusst zu traditionellen Ritualen zurück. Im Mittelpunkt steht der Kreuzweg am Kolosseum, bei dem der Papst das Kreuz diesmal selbst über alle Stationen trägt. Papst Franziskus war im Vorjahr am Ostermontag im Alter von 88 Jahren gestorben und hatte zentrale Rituale zuletzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst durchführen können.

Kreuzweg am Kolosseum: Papst Leo XIV. trägt das Kreuz selbst

Am Abend des Karfreitags versammeln sich zehntausende Gläubige in Rom, um den Leidensweg Jesu nachzugehen. Der Kreuzweg ist einer der wichtigsten und emotionalsten Momente im Kirchenjahr. Das Kolosseum wird dabei stimmungsvoll mit Fackeln und Kerzen beleuchtet.

Papst Leo XIV. hat sich entschieden, das Holzkreuz persönlich durch alle 14 Stationen zu tragen. Sein Vorgänger Papst Franziskus hat diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen zuletzt anderen überlassen müssen. Der neue Pontifex setzt damit ein bewusstes Zeichen für Nähe, Hingabe und persönliche Teilnahme. Den Kreuzweg versteht er als Erinnerung daran, dass „Christus noch immer leidet“.

Karfreitag: Rückkehr zu Tradition im Vatikan

Der Karfreitag im Vatikan als religiöser Höhepunkt ist heuer auch sichtbarer Ausdruck eines veränderten Führungsstils innerhalb der katholischen Kirche.

Seit seinem Amtsantritt im Mai macht Papst Leo XIV. deutlich, dass er den liturgischen Fokus wieder stärker auf klassische Formen lenkt. Der 70-jährige US-Amerikaner steht an der Spitze von rund 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken weltweit.

Auch am Gründonnerstag hat sich dieser Kurs bereits gezeigt: Die traditionelle Fußwaschung fand wieder in der Lateranbasilika statt und nicht außerhalb kirchlicher Einrichtungen.

Botschaft des Papstes: Gebet, Leid und Hoffnung

Inhaltlich steht der Kreuzweg heuer im Zeichen globaler Krisen. Die Meditationstexte stammen vom Franziskaner Francesco Patton, der lange im Heiligen Land tätig war. Sie greifen aktuelle Konflikte auf und verbinden sie mit dem Leidensweg Christi. Dabei rücken insbesondere die aktuellen Konflikte im Nahen Osten in den Fokus, auf die in den Texten mehrfach Bezug genommen wird.

Papst Leo XIV. betont dabei die spirituelle Dimension des Tages: „Auch ich trage all dieses Leid im Gebet und möchte alle Menschen guten Willens einladen, gemeinsam diesen Weg zu gehen und zu suchen, wie auch wir Friedensbotschafter sein können.“

Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten im Vatikan

Karfreitag erinnert in der christlichen Tradition an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Er gilt neben dem Aschermittwoch als einer der strengsten Buß- und Fasttage der katholischen Kirche.

Im Vatikan ist er Teil eines dichten Programms rund um Ostern. Nach der Liturgie im Petersdom folgt die Osternacht am Samstag, bevor am Sonntag die große Messe am Petersplatz gefeiert wird.

Den Abschluss bildet der traditionelle Segen „Urbi et orbi“, bei dem der Papst auch auf aktuelle Krisen und Konflikte weltweit eingehen wird.

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