Im Bunker: Paar aus Burgenland sitzt in Kiew fest

Ein burgenländisches Ehepaar reiste in die Ukraine, um ihr Kind, das eine Leihmutter für sie austrug, abzuholen. Nun sitzen sie in einem Bunker mitten im Krieg fest.
Autor: Melanie Ogris, 28.02.2022 um 14:25 Uhr

Das Eisenstädter Ehepaar Irene und Georg Bednar sind vor knapp zwei Wochen in die ukrainische Hauptstadt gereist. Dort erwarteten sie die Geburt ihres Kindes durch eine Leihmutter. Kurze Zeit später begann der russische Angriff. In Kiew sitzen sie jetzt seit einer Woche, gemeinsam mit 30 anderen Menschen, in einem Bunker fest.

Ehepaar und Kind getrennt in Sicherheit

Schutz vor der russischen Armee fanden sie in einem Bunker, der von der Leihmutter-Agentur zur Verfügung gestellt wurde. Diesen dürfen sie aufgrund der Ausgangssperren nicht verlassen. Ihre kleine Tochter konnten sie bisher auch noch nicht sehen. Die Leihmutter befindet sich ebenfalls in einem Bunker – nämlich in dem des Krankenhauses.

Heimfahrt noch ungewiss

Wann die Familie wieder zurück nach Österreich reisen kann, ist unklar. Es gibt keine Flüge, kaum Zugverbindungen und nur maximal 20 Liter Treibstoff pro Person. Damit ist an eine Abreise aktuell nicht zu denken.