Erste Hitzewelle rollt an: Bis zu 40 Grad zu Pfingsten!
- Temperaturen klettern bis nahe 40 Grad
- Freitag bringt den Höhepunkt
- Hitzeglocke aus Afrika
- Hitze wird zum Risiko
- Vorbote für heißen Sommer
Pünktlich zum Pfingstwochenende erreicht die erste große Hitzewelle des Jahres Europa. In Spanien steigen die Temperaturen deutlich über das saisonale Niveau und erreichen vielerorts hochsommerliche Werte, wie der staatliche Wetterdienst Aemet berichtet.
Temperaturen klettern bis nahe 40 Grad
In vielen Regionen Spaniens steigen die Werte fünf bis zehn Grad über das übliche Niveau für diese Jahreszeit. Besonders betroffen ist der Süden des Landes: Rund um Sevilla werden Höchstwerte von bis zu 38 Grad prognostiziert. Auch in Badajoz, Toledo, Saragossa und Lleida werden Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. In der Hauptstadt Madrid sollen die Temperaturen auf etwa 34 Grad steigen. In einzelnen Regionen sind lokal sogar Werte in Richtung 40 Grad nicht ausgeschlossen.
Betroffen sind neben dem spanischen Festland auch die Balearen, wo ebenfalls deutlich überdurchschnittliche Temperaturen erwartet werden.
Freitag bringt den Höhepunkt der Hitzewelle
Die stärkste Hitze wird laut Aemet am Donnerstag und Freitag erreicht. Der Freitag dürfte dabei der heißeste Tag der Woche werden. Im Südwesten Spaniens sind zudem erste Tropennächte möglich, bei denen die Temperaturen auch in der Nacht nicht unter 20 Grad sinken.
Hitzeglocke aus Afrika als Auslöser
Ursache für die außergewöhnliche Hitzewelle ist eine Hitzeglocke, die sich von Afrika aus über die Iberische Halbinsel schiebt. Die stabilen Hochdrucklagen verhindern den Austausch der Luftmassen und sorgen dafür, dass sich die Hitze über mehrere Tage hinweg aufbaut. Heiße Luft staut sich, Abkühlung ist kaum möglich.
Hitze wird zunehmend zum Risiko
Die steigenden Temperaturen haben spürbare Auswirkungen auf Alltag und Arbeitswelt. Millionen Menschen arbeiten in Spanien unter direkter Sonneneinstrahlung, besonders in Bau, Landwirtschaft und anderen Außenberufen. Hohe Temperaturen erhöhen das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Hitzschlag oder Kreislaufbeschwerden deutlich. Allein im Jahr 2025 wurden in Spanien mehrere tausend Todesfälle mit extremer Hitze in Verbindung gebracht.
Die Hitze hat auch direkte Folgen für das öffentliche Leben: In Teilen Spaniens müssen Bars und Restaurants ihre Terrassen schließen, wenn keine ausreichenden Kühlmöglichkeiten vorhanden sind. Grundlage dafür sind verschärfte Vorschriften im Gastgewerbe, die extreme Hitze ausdrücklich als Arbeitsrisiko einstufen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von mehr als 50.000 Euro.
Erste Hitzewelle als Vorbote für einen heißen Sommer
Die aktuelle Entwicklung könnte auch Auswirkungen auf andere Teile Europas haben, sollte sich die Wetterlage weiter nach Norden ausdehnen.
Meteorologen sehen die aktuelle Lage als mögliches Signal für einen intensiven Sommer in Europa. Sollte sich die Wetterlage stabilisieren, könnten weitere Hitzewellen folgen.