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HiPP Babynahrung Gläser im Regal bei SPAR Österreich. Rückruf wegen Rattengift
HiPP-Babynahrung im Supermarkt: In Österreich wurde in einem Glas Rattengift nachgewiesen, der Rückruf betrifft alle Produkte bei SPAR.
HiPP-Babynahrung im Supermarkt: In Österreich wurde in einem Glas Rattengift nachgewiesen, der Rückruf betrifft alle Produkte bei SPAR.
HelgaQ / Shutterstock.com

HiPP: Rattengift in Babynahrung entdeckt – akute Lebensgefahr

19.04.2026 um 08:08, Stefanie Hermann
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Schock für Eltern: In HiPP-Babynahrung wurde Rattengift entdeckt. Rückruf in Österreich läuft – Behörden warnen vor lebensgefährlichem Verzehr.

Der HiPP Rückruf in Österreich hat am Samstag Fragen aufgeworfen. Die Gläser mit Babynahrung stehen unter Manipulationsverdacht. Jetzt hat sich der schlimme Verdacht bestätigt: In einem Babynahrungs-Gläschen wurde Rattengift nachgewiesen. Behörden bestätigen einen kriminellen Eingriff und sprechen von einem möglichen Erpressungsversuch.

HiPP Rückruf: Rattengift in Babynahrung entdeckt

Ein Kunde hat ein verdächtiges Glas gemeldet, das anschließend untersucht worden ist. „Wir haben gestern einen Hinweis bekommen, dass ein Babynahrungsprodukt möglicherweise manipuliert worden ist“, so Polizeisprecher Helmut Marban. Die Probe ist am Samstag positiv auf Giftstoffe getestet worden. Ein Verzehr hat in diesem Fall nicht stattgefunden.

HiPP-Rückruf: Diese Sorte ist betroffen

Bereits zuvor hat der Hersteller gewarnt: „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Artikel „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel 190 Gramm“ schädliche Stoffe eingebracht worden sind. Der HiPP Rückruf ist daher vorsorglich auf das gesamte Sortiment ausgeweitet worden, das bei SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR und Maximarkt verkauft wird.

Kundinnen und Kunden sollen die Produkte keinesfalls konsumieren, sondern umgehend zurückgeben. Eine Rückerstattung erfolgt auch ohne Kassabon.

Gesundheitsgefahr durch Rattengift: Symptome oft verzögert

Rattengift in Babynahrung kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Die enthaltenen Wirkstoffe wie Bromadiolon hemmen die Blutgerinnung. Die Symptome treten oft verzögert auf und zeigen sich erst Tage nach der Aufnahme.

Typische Anzeichen sind Blutungen, starke Schwäche oder auffällige Blässe. In solchen Fällen ist sofort medizinische Hilfe notwendig. Bei rechtzeitiger Behandlung, etwa durch die Gabe von Vitamin K, gilt eine Vergiftung als gut behandelbar. „Informieren Sie medizinisches Personal unbedingt darüber, dass das betroffene Produkt verzehrt wurde“, empfiehlt die AGES.

So erkennen Sie verdächtige HiPP-Gläser

Nach aktuellem Stand gibt es mehrere Hinweise auf mögliche Manipulationen bei HiPP-Gläschen. Auffällig ist vor allem ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden der Gläser. Aktuell kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch unmarkierte Produkte betroffen sind.

Beschädigte Deckel können ein Warnsignal sein. Konsumenten sollten auf das typische Knackgeräusch beim Öffnen achten. Riecht der Inhalt des Glases ungewöhnlich oder verdorben, sollte vom Verzehr unbedingt abgesehen werden.

Erpressungsversuch gegen HiPP: Polizei ermittelt international

Die Ermittlungen sind durch Hinweise aus Deutschland ins Rollen gekommen. HiPP hält sich derzeit bedeckt. Auch in Tschechien und der Slowakei sind bereits verdächtige Gläser sichergestellt worden.

Die Behörden gehen aktuell von einem gezielten Manipulationsfall aus. Die AGES geht von einem möglichen Erpressungsversuch aus. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine weitergehenden Informationen geben können. Wir verweisen an die zuständigen Behörden“, so das Unternehmen.

Die Landespolizeidirektion Burgenland bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Weitere Details werden aus „kriminaltaktischen Gründen“ derzeit nicht veröffentlicht.

HiPP-Rückruf in Österreich: Was Eltern jetzt tun sollten

Eltern wird dringend geraten, sämtliche HiPP-Gläschen aus den betroffenen Märkten nicht zu verwenden. Die Produkte sollten sicherheitshalber zurückgegeben werden.

Wer bereits Babynahrung verfüttert hat, sollte auf mögliche Symptome achten und im Zweifel medizinischen Rat einholen. Zusätzlich stehen Hotline-Angebote von HiPP und den Behörden zur Verfügung.

Quellen und weiterführende Informationen

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