Millionenverluste: Sport-Riese Hervis vor Verkauf
- Übernahme von Hervis: Snipes-Gründer Sven Voth im Fokus
- Hervis Verkaufspläne: SPAR prüft strategische Optionen
- Rückzug aus Osteuropa: Hervis konzentriert sich neu
- Zahlen unter Druck: Die finanzielle Lage von Hervis
Beim Sporthändler Hervis steht ein Eigentümerwechsel bevor. Der Mutterkonzern SPAR prüft derzeit intensiv den Verkauf des traditionsreichen Unternehmens. Als heißester Anwärter für die Übernahme gilt kein Geringerer als der Snipes-Gründer Sven Voth. Eine finale Entscheidung über die Zukunft von Hervis rückt zeitlich immer näher.
Hervis Verkaufspläne: SPAR prüft strategische Optionen
Der Verkauf von Hervis befindet sich laut gut informierten Kreisen bereits im Endspurt. Ein Abschluss könnte schon in der kommenden Woche erfolgen. Der SPAR-Konzern, der seit 54 Jahren Eigentümer von Hervis ist, hält sich offiziell noch bedeckt. Konzernsprecherin Nicole Berkmann bestätigt gegenüber dem Standard aber: „Wir prüfen für Hervis derzeit mehrere Strategien und Optionen.“
Rückzug aus Osteuropa: Hervis konzentriert sich neu
Bereits in den letzten Monaten zeichnete sich eine Neuausrichtung ab: Hervis trennte sich von seinen Standorten in Ungarn und Rumänien. Neuer Eigentümer soll hier die britische Frasers Group (ehemals Sports Direct) werden. Aus Tschechien zog sich Hervis bereits 2022 zurück, während in Deutschland nur noch eine geringe Marktpräsenz besteht. In Österreich betreibt der Sporthändler 96 Filialen.
Zahlen unter Druck: Die finanzielle Lage von Hervis
Wirtschaftlich steht Hervis Österreich massiv unter Druck. Für das Jahr 2024 weist der Jahresabschluss ein Minus von rund 43 Millionen Euro aus, nachdem der Verlust im Vorjahr sogar bei 64 Millionen Euro gelegen hatte. Der Umsatz sank zuletzt auf 253 Millionen Euro. Trotz der Schließung von zwölf Filialen im Jahr 2024 kämpft Hervis mit einem schwierigen Marktumfeld, in dem Onlineanbieter und hoher Rabattdruck die Margen belasten.
Übernahme von Hervis: Snipes-Gründer Sven Voth im Fokus
Als potenzieller Käufer tritt Sven Voth auf den Plan. Der Deutsche, der 1998 die Kultmarke Snipes in Essen gründete und sie zu einem internationalen Imperium für Sneakers und Streetwear ausbaute, hat das nötige Know-how im Sport- und Lifestyle-Sektor. Obwohl Deichmann mittlerweile alle Anteile an Snipes hält, ist Voth weiterhin als Investor aktiv. In Österreich gründete er 2024 die Beteiligungsgesellschaft Black Mass. Über eine Sprecherin ließ er ausrichten, dass er aktuell „viele spannende Bälle in der Luft“ habe.
Quellen und weiterführende Informationen
- Der Standard: Hervis-Verkauf an Snipes-Gründer Sven Voth?