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Thermometer zeigt hohe Temperaturen in einer überhitzten Stadt mit intensiver Sonne und wenig Grünflächen in Österreich
Heißeste Stadt in Österreich: Extreme Hitze und Temperaturen über 30 Grad belasten Städte mit wenig Grün besonders stark.
Heißeste Stadt in Österreich: Extreme Hitze und Temperaturen über 30 Grad belasten Städte mit wenig Grün besonders stark.
Arjunisme / shutterstock.com

Nicht Wien: Das ist die heißeste Stadt in Österreich

19.06.2026 um 12:09, Stefanie Hermann
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Die heißeste Stadt in Österreich ist nicht Wien. Wolfsberg führt mit 40 Hitzetagen und wenig Grün. Warum Städte immer stärker unter Hitze leiden.

Die nächste Hitzewelle in Österreich rollt durchs Land, die Temperaturen kratzen erneut an der 35-Grad-Marke. Im neuen Hitze-Check von Greenpeace zeigt sich, welche heißeste Stadt in Österreich besonders unter extremen Temperaturen leidet. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Hitzetage, sondern vor allem ein oft unterschätzter Faktor: der Grünanteil im Stadtgebiet.

Viele erwarten, dass vor allem Großstädte wie Wien am stärksten betroffen sind. Doch genau das zeigt die Analyse nicht. Besonders hart trifft es kleinere Städte, in denen Hitze auf zu wenig Grünflächen trifft. Grundlage der Untersuchung ist eine umfassende Auswertung von Satellitendaten sowie die Analyse der 80 bevölkerungsreichsten Städte Österreichs.

Heißeste Stadt in Österreich: Wolfsberg an der Spitze

Die heißeste Stadt in Österreich liegt nicht in Wien, sondern überraschend in Kärnten: Wolfsberg führt laut aktueller Greenpeace-Analyse das Ranking der Hitzebelastung an. Diese ergibt sich aus der Anzahl der Hitzetage und dem Anteil an Grünflächen, die für natürliche Abkühlung sorgen.

Mit 40 Hitzetagen über 30 Grad im Jahr 2025 erreicht die Stadt den Spitzenwert im ganzen Land. Entscheidend ist dabei nicht nur die gemessene Temperatur, sondern die gesamte Hitzebelastung. Gleichzeitig weist Wolfsberg mit nur 17,5 Prozent Grünflächenanteil im Zentrum den niedrigsten Wert aller untersuchten Städte auf. Genau diese Kombination macht die Stadt zum Hitze-Hotspot.

Warum es gerade hier so extrem heiß wird

Der Grund für die hohe Belastung ist klar: Zu wenig Grün, zu viel Beton. Laut Greenpeace verstärken versiegelte Flächen die Hitze massiv, während natürliche Elemente fehlen. „Bäume und Grünflächen sind das beste Mittel gegen Hitze, denn sie kühlen ihre Umgebung spürbar“, erklärt Greenpeace-Expertin Melanie Ebner.

Ohne ausreichend Parks, Bäume oder Grünstreifen heizen sich Städte tagsüber stark auf und kühlen nachts kaum ab. Das sorgt für eine dauerhafte Belastung für die Bevölkerung.

Besonders belastend sind sogenannte Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht mehr ausreichend sinken. Das kann zu Schlafproblemen, Kreislaufbelastungen und gesundheitlichen Risiken führen – vor allem für ältere Menschen.

Die heißesten Städte in Österreich

Der Blick auf ganz Österreich zeigt, dass das Problem kein Einzelfall ist. Neben Wolfsberg zählen auch folgende Städte zu den am stärksten belasteten in Österreich:

Top-Hitzepole in Österreich

StadtHitzetage 2025Grünanteil ZentrumBewertung
Wolfsberg4017,5 %Extrem hoch
Leibnitz3736,8 %Sehr hoch
St. Veit an der Glan3424 %Sehr hoch
Völkermarkt3525 %Sehr hoch
Eisenstadt3528 %Sehr hoch
Wien (Innere Stadt)bis zu 3626,3 %Sehr hoch

Auch größere Städte wie Innsbruck geraten zunehmend unter Druck. Dort wurden 32 Hitzetage gezählt, während der Grünanteil im Zentrum nur etwa 25 Prozent beträgt. Besonders Städte im Süden und Osten Österreichs verzeichnen viele Hitzetage und gleichzeitig vergleichsweise wenig Grünflächen.

Grün macht den Unterschied

Dass es auch anders geht, zeigen Städte mit hohem Grünanteil. Orte wie Klosterneuburg oder Groß-Enzersdorf verfügen über mehr als 45 Prozent Grünflächen im Zentrum und profitieren bereits von spürbarer Abkühlung.

Greenpeace fordert radikales Umdenken

Angesichts der Ergebnisse fordert Greenpeace eine klare Maßnahme: Städte sollen mehr in Begrünung investieren. Mit der sogenannten NaturStadt-Garantie sollen Gemeinden verpflichtet werden, den Grünanteil gezielt zu erhöhen. Ebner betont: „Der beste Zeitpunkt, um Österreichs Städte langfristig gegen Hitzewellen zu wappnen, ist jetzt.“

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