Salzburg: Handy filmt heimlich auf Rotkreuz-Toilette mit
- Handy auf Herrentoilette entdeckt
- Rotes Kreuz reagiert umgehend
- Polizei ermittelt wegen Bildaufnahmen
In der Zentrale des Roten Kreuzes in der Stadt Salzburg ist eine heimlich installierte Kamera auf einer Herrentoilette entdeckt worden. Nach Angaben der Organisation gegenüber Salzburg24 wurde ein Mobiltelefon versteckt, das offenbar gezielt Aufnahmen von Mitarbeitern machen sollte. Der Vorfall sorgt intern für große Unruhe.
Entdeckt wurde das Gerät vergangene Woche in der Dienststelle in der Sterneckstraße. Die Landespolizeidirektion Salzburg bestätigte, dass Ermittlungen aufgenommen wurden.
Handy auf Herrentoilette entdeckt
Nach Informationen aus der Belegschaft soll sich das Handy im Daueraufnahme-Modus in einer Deckenverkleidung oberhalb der Toiletten befunden haben. Dadurch sollen intime Aufnahmen von Mitarbeitern entstanden sein.
Mehrere Beschäftigte zeigten sich nach dem Vorfall verunsichert. Ein Mitarbeiter erklärte gegenüber Medien anonym, dass insbesondere der Umgang mit dem Vorfall innerhalb der Organisation für Unmut gesorgt habe.
Rotes Kreuz reagiert umgehend
Das Rote Kreuz Salzburg bestätigte den Vorfall und sprach von einer massiven Verletzung der Privatsphäre. Nach eigenen Angaben wurde unmittelbar nach dem Fund die Polizei verständigt und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet.
Zudem teilte die Organisation mit, dass die verantwortliche Person nicht mehr beim Roten Kreuz Salzburg beschäftigt sei. Sämtliche betroffenen Bereiche seien überprüft worden, weitere verdächtige Geräte wurden laut Rotem Kreuz nicht gefunden.
Den Vorwurf, die Belegschaft unzureichend informiert zu haben, weist die Organisation zurück. Man habe alle Mitarbeiter umgehend verständigt und zusätzlich Informationen über das interne Portal veröffentlicht. Mehr könne während eines laufenden Ermittlungsverfahrens derzeit nicht kommuniziert werden.
Polizei ermittelt wegen Bildaufnahmen
Die Landespolizeidirektion Salzburg bestätigte, dass der Fall angezeigt wurde und entsprechende Ermittlungen laufen. Der genaue Ablauf sowie mögliche Hintergründe werden nun untersucht.
Rechtlich können heimliche Aufnahmen in geschützten Bereichen wie Toiletten als unbefugte Bildaufnahmen gewertet werden. In Österreich drohen dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen.