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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff Hondius, die Lage verschärft sich.
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff Hondius: Frau in Frankreich kämpft um ihr Leben.
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff Hondius: Frau in Frankreich kämpft um ihr Leben.
APA/AFP

Hantavirus-Drama: Frau in Frankreich ringt um ihr Leben

13.05.2026 um 08:40, Yunus Emre Kurt
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Hantavirus auf Hondius: Nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ kämpft eine französische Passagierin in Paris um ihr Leben.

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Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ verschärft sich die Lage weiter. Besonders der Fall einer französischen Passagierin sorgt derzeit für große Besorgnis. Die Frau wird im Bichat-Krankenhaus in Paris behandelt und befindet sich laut Berichten in kritischem Zustand. 

Die Patientin ist schwer erkrankt und muss mit einer künstlichen Lunge unterstützt werden. Ärzte kämpfen derzeit darum, ihr Leben zu retten.

Französin auf künstliche Lunge angewiesen

Nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Französin deutlich. Die eingesetzte künstliche Lungenunterstützung soll Herz und Lunge entlasten und den Organen Zeit geben, sich zu erholen. 

Ein Spezialist für Infektionskrankheiten des Bichat-Krankenhauses bezeichnete diese Therapie als „letzte Stufe der unterstützenden Behandlung“. Die Aussagen verdeutlichen, wie schwer einzelne Krankheitsverläufe im Zusammenhang mit dem Ausbruch ausfallen können. 

Hantaviren können unter anderem schwere Atemwegs- und Kreislaufprobleme auslösen. Die Erkrankung verläuft zwar nicht immer lebensbedrohlich, in manchen Fällen kommt es jedoch zu dramatischen Komplikationen.

Bereits mehrere Todesopfer gemeldet

Der Ausbruch auf der „Hondius“ weitet sich inzwischen weiter aus. Insgesamt wurden bereits elf Fälle im Zusammenhang mit der Kreuzfahrt gemeldet. Neun Infektionen gelten laut Behörden als laborbestätigt. Drei Menschen sterben nach einer Infektion mit dem Virus. 

Die „Hondius“ war zuvor im Südatlantik unterwegs. Das Schiff startete in Argentinien und legte auf der Reise Richtung Kapverden an mehreren Orten Zwischenstopps ein. Genau dort könnte es zu Kontakten mit infizierten Tieren oder kontaminierten Bereichen gekommen sein. Behörden untersuchen derzeit weiterhin, wie sich die Passagiere angesteckt haben könnten.

Weitere Verdachtsfälle in Europa

Auch in anderen europäischen Ländern wächst inzwischen die Sorge. In Italien werden derzeit zwei Personen auf eine mögliche Hantavirus-Infektion getestet. Dabei handelt es sich um eine argentinische Touristin sowie einen Mann aus Kalabrien. Beide Personen hielten sich zuvor in betroffenen Regionen auf oder hatten Kontakt mit infizierten Menschen. 

Großbritannien reagierte ebenfalls auf die Entwicklungen. Die Behörden holten zehn Staatsangehörige zurück, die sich in abgelegenen Inselterritorien aufgehalten hatten oder Kontakt zu bestätigten Fällen hatten. Die Betroffenen sollen vorsorglich isoliert werden, um eine mögliche Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.

Behörden beobachten Lage genau

Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern verfolgen die Situation mittlerweile mit großer Aufmerksamkeit. Noch ist unklar, ob weitere Infektionen im Zusammenhang mit der Kreuzfahrt auftreten werden. Experten betonen jedoch, dass Hantaviren normalerweise nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Häufig erfolgt die Ansteckung über Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere oder über eingeatmete Viruspartikel. 

Trotzdem sorgen die schweren Krankheitsverläufe und die internationale Dimension des Ausbruchs für Nervosität.

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