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Agrana kämpft mit Verlusten im Zuckergeschäft: Werke wie „Wiener Zucker“ stehen unter massivem wirtschaftlichen Druck.
Agrana kämpft mit Verlusten im Zuckergeschäft: Werke wie „Wiener Zucker“ stehen unter massivem wirtschaftlichen Druck.
Mat's Pix / Shutterstock.com

Agrana im Minus: Zuckergeschäft sorgt für 35,6 Mio. Euro Verlust

13.05.2026 um 07:31, Stefanie Hermann
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Agrana schreibt 35,6 Mio. Euro Verlust. Vor allem das schwache Zuckergeschäft belastet das Ergebnis im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich.

Agrana rutscht im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich ins Minus. Massive Abschreibungen im Zuckergeschäft führen zu einem Verlust von 35,6 Millionen Euro. Gleichzeitig sinkt der Umsatz um 7,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro

Agrana im Minus: Zuckergeschäft belastet Ergebnis

Der heimische Nahrungsmittelkonzern Agrana verzeichnet trotz operativer Stabilität ein durchwachsenes Jahr. Das operative Ergebnis steigt um 6,2 Prozent auf 81,2 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sinkt hingegen deutlich und liegt nur noch bei 3,2 Millionen Euro.

Zuckersparte bleibt Problemzone

Vor allem die Zuckersparte belastet das Ergebnis. Niedrige Preise und strukturelle Probleme zwingen Agrana zu Einschnitten.  Die Werke in Leopoldsdorf und Hrušovany wurden bereits im März 2025 geschlossen. Konzernweit wurden im Geschäftsjahr 2025/26 rund 600 Arbeitsplätze abgebaut. Aktuell beschäftigt der Konzern etwa 8.400 Mitarbeiter.

„Das Zuckergeschäft blieb operativ schwach, zeigte aber dank Restrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr erste Verbesserungen“, erklärt Agrana-Chef Stephan Büttner.

Während sich der Bereich Food & Beverage Solutions „sehr gut“ entwickelt, zeigt die Stärke-Sparte rückläufige Ergebnisse.

Abschreibungen drücken Ergebnis

Der Gewinneinbruch ist vor allem auf hohe Abschreibungen zurückzuführen. Insgesamt belasten Sondereffekte von über 74 Millionen Euro das Ergebnis.

Agrana richtet sich strategisch neu aus und konzentriert sich auf wettbewerbsfähige Standorte. Laut Büttner befinde man sich nun „in der Zielstruktur“.

Krisen und Energiepreise erhöhen Druck

Neben internen Faktoren belasten externe Entwicklungen die Lage. Die konjunkturelle Entwicklung bleibt angespannt.

Büttner spricht von „einer Krise nach der nächsten“. Besonders der Iran-Krieg wirkt sich auf Energiepreise aus und „wird sich sukzessive über die gesamte Wertschöpfungskette ziehen“.

Auch die Landwirtschaft steht unter Druck. Trockenheit, Überschwemmungen und Schädlinge beschädigen Anbauflächen. Produktionsvorstand Franz Ennser zeigt sich dennoch „nach wie vor optimistisch“, dass größere Ausfälle ausbleiben.

Agrana Aktie: Dividende halbiert

Die wirtschaftliche Lage hat direkte Folgen für die Agrana Aktie. Die Dividende wird von 0,70 Euro auf 0,35 Euro je Aktie reduziert.

Parallel läuft das Sparprogramm „Next Level“ weiter. Ziel ist es, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Leichte Erholung bei Agrana erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Agrana vorsichtig optimistisch. Erwartet wird ein stabiles operatives Ergebnis sowie eine deutliche Verbesserung beim EBIT.

Dieses soll künftig zwischen 70 und 90 Millionen Euro liegen. Auch beim Umsatz rechnet der Konzern mit einem leichten Anstieg.

Anmerkung der Redaktion
In einer früheren Version dieses Artikels entstand der Eindruck, dass Werksschließungen und ein Personalabbau aktuell bevorstehen. Tatsächlich beziehen sich diese Maßnahmen auf das Geschäftsjahr 2025/26 bzw. auf März 2025 und liegen bereits in der Vergangenheit. Der Artikel wurde entsprechend präzisiert. (Zuletzt aktualisiert am 13.05.2025, 08:06 Uhr).

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