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Ein steirischer Bergführer wurde am Großglockner handgreiflich.
Der Großglockner: Auf dem Mürztaler Steig ist eine Auseinandersetzung zwischen einem Bergführer und einem polnischen Alpinisten eskaliert.
Der Großglockner: Auf dem Mürztaler Steig ist eine Auseinandersetzung zwischen einem Bergführer und einem polnischen Alpinisten eskaliert.
Montypeter/Shutterstock.com

Nach Glockner-Eklat: Jetzt reagiert der Bergführer

31.08.2026 um 13:08, Yunus Emre Kurt
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Streit am Großglockner: Nach einem handgreiflichen Streit am Großglockner zieht ein steirischer Bergführer Konsequenzen und legt seine Lizenz zurück.

Der Vorfall am Großglockner hat nun berufliche Konsequenzen. Ein steirischer Bergführer, der nach einem Streit auf einem schmalen Grat handgreiflich geworden war, hat seine Bergführerlizenz zurückgelegt. Zuvor hatte sich bereits der Disziplinarausschuss des steirischen Bergsportführerverbands mit dem Fall beschäftigt. Der Mann wird laut Verband künftig nicht mehr als Bergführer tätig sein.

Streit auf schmalem Grat eskaliert

Der steirische Bergführer war über das Kalser Bergführerbüro mit Gästen am Großglockner unterwegs. Auf dem Mürztalersteig traf die Gruppe auf ein polnisches Paar. Nach bisherigen Berichten wollte der Bergführer die Frau auf einer schmalen und ausgesetzten Passage überholen.

Daraufhin entwickelte sich ein verbaler Streit mit ihrem Begleiter. Die Situation eskalierte schließlich, der Bergführer stürmte auf den Polen zu und wurde handgreiflich.

Der Vorfall wurde mit einer Kamera festgehalten. Die Aufnahmen verbreiteten sich anschließend in sozialen Netzwerken und lösten eine breite Diskussion über das Verhalten des Bergführers aus.

Video sorgt für heftige Reaktionen

Auch der Bergführerverein Kals reagierte auf den Vorfall. Dort distanzierte man sich deutlich vom Verhalten des steirischen Kollegen und bezeichnete dieses als inakzeptabel. Die Zusammenarbeit wurde beendet.

Der Mann war kein Mitglied des Kalser Vereins, wurde aber über das dortige Bergführerbüro vermittelt. Hintergrund ist, dass die Kalser Bergführer den großen Andrang auf den Großglockner im Sommer nicht immer alleine bewältigen können und deshalb auch Kollegen aus anderen Regionen engagieren.

Auch der österreichweite Verband der Berg- und Skiführer kritisierte das Auftreten des Mannes. Parallel dazu nahm die Polizei in Osttirol Ermittlungen wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit auf.

Bergführer legt Lizenz zurück

Nun hat der Fall weitere Konsequenzen. Wie der steirische Bergsportführerverband bestätigte, ist der Mann nicht mehr Mitglied. Der Disziplinarausschuss hatte bereits darauf gedrängt, dass er seine Konzession zurücklegt.

Schließlich zog der Bergführer selbst die Konsequenzen und verzichtete auf seine Lizenz. Laut Verband zeigte er sich im Nachhinein betroffen darüber, wie er in der Situation reagiert hatte.

Ganz abgeschlossen ist das Verfahren formal allerdings noch nicht. Das Land Steiermark als zuständige Behörde muss die Rückgabe der Lizenz noch bestätigen. Laut Verband steht jedoch fest, dass der Mann nicht mehr als Bergführer tätig sein wird.

Verband betont Vorbildfunktion

Der steirische Bergsportführerverband will den Vorfall nun auch nutzen, um die Verantwortung von Bergführern stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Gerade auf anspruchsvollen Touren spiele neben technischem Können auch das richtige Verhalten gegenüber Gästen und anderen Alpinisten eine zentrale Rolle.

Die Führungsverantwortung und Vorbildwirkung seien deshalb wichtige Bestandteile der Ausbildung. Bergführer müssten auch in stressigen oder angespannten Situationen ruhig und professionell reagieren können.

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