Goldpreis zieht kräftig an: Das steckt dahinter
- Goldpreis legt wieder kräftig zu
- US-Arbeitsmarkt liefert Rückenwind
- Schwächerer Dollar hilft Gold
- Rekordhoch bleibt noch weit entfernt
Nach mehreren schwächeren Wochen meldet sich Gold eindrucksvoll zurück. Der Preis des Edelmetalls kletterte am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Ende Juni. Davon profitieren auch Goldproduzenten wie Newmont oder Kinross Gold, die im Best of Gold Index vertreten sind.
Der Spotpreis für Gold stieg zwischenzeitlich auf 4.295 US-Dollar je Unze und pendelte sich anschließend bei rund 4.268 Dollar ein. Die Gold-Futures wurden zuletzt sogar bei 4.329 Dollar gehandelt.
Goldpreis legt wieder kräftig zu
Für das Edelmetall war es bereits der vierte Handelstag in Folge mit Kursgewinnen. Damit nähert sich der Goldpreis wieder einem Sieben-Wochen-Hoch. Mehrere Entwicklungen an den internationalen Märkten spielen Gold derzeit in die Karten.
Einen wichtigen Impuls lieferten schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der jüngste ADP-Arbeitsmarktbericht enttäuschte und beeinflusste damit auch die Erwartungen an die weitere Geldpolitik der US-Notenbank.
US-Arbeitsmarkt liefert Rückenwind
Die schwächeren Beschäftigungsdaten dämpften die Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung der US-Notenbank im September. Für Gold ist diese Entwicklung grundsätzlich positiv, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft.
Sinkt die Attraktivität verzinster Anlagen beziehungsweise nimmt die Erwartung steigender Zinsen ab, kann Gold für Anleger im Vergleich wieder interessanter werden. Genau diese Entwicklung sorgt derzeit für zusätzlichen Rückenwind.
Schwächerer Dollar hilft Gold
Unterstützung kommt zudem vom Devisenmarkt. Nach einer gemeinsamen Intervention der USA und Japans zur Stützung des Yen fiel der Dollar-Index auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen.
Gleichzeitig sorgten Meldungen über eine mögliche Einigung zwischen Iran und Oman zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für Hoffnungen auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten.
Die Kombination aus schwächeren US-Konjunktursignalen, einem fallenden Dollar und den Entwicklungen im Nahen Osten hat dem Goldpreis damit nach mehreren schwierigen Wochen wieder deutlich Auftrieb gegeben.
Rekordhoch bleibt noch weit entfernt
Von den früheren Höchstständen ist Gold trotz der jüngsten Erholung allerdings weiterhin deutlich entfernt. Das Edelmetall notiert rund 20 Prozent unter seinem Rekordhoch von Anfang 2026.
Noch deutlicher wird der Abstand beim Blick auf den Höchststand von Ende Jänner: Damals wurden 5.589 US-Dollar je Unze erreicht. Der aktuelle Anstieg zeigt jedoch, dass Gold nach der jüngsten Schwächephase wieder stärker in den Fokus der Anleger rückt.