Goldpreis-Prognose: Das erwarten Experten jetzt
- Gold trotzt höheren Zinsen
- Goldman Sachs erwartet 4.900 Dollar
- Zentralbanken kaufen weiter Gold
- Goldpreis-Prognose bleibt unsicher
Der Goldpreis bleibt auf hohem Niveau. Nach der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed fiel Gold zunächst in Richtung 4.200 US-Dollar je Feinunze, erholte sich anschließend aber kräftig und näherte sich zum Wochenende wieder der Marke von 4.400 Dollar.
Gold trotzt höheren Zinsen
Eigentlich gelten höhere Zinsen als Belastung für Gold, weil das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft. Trotzdem setzte nach dem ersten Rückgang rasch eine Erholung ein. Laut wallstreetONLINE spielten dabei unter anderem sinkende Ölpreise und nachgebende Anleiherenditen eine Rolle. Auch Anleger griffen zuletzt wieder stärker bei Gold-ETFs zu.
Goldman Sachs erwartet 4.900 Dollar
Auch Goldman Sachs sieht für Gold weiterhin Potenzial. Die Investmentbank prognostiziert einen Preis von 4.900 US-Dollar je Feinunze bis Ende 2026. Zum Vergleich: Am 25. August lag Gold laut Goldman Sachs bei rund 4.600 Dollar. Seit Mitte Juli hatte der Preis damit bereits rund 15 Prozent zugelegt.
Zentralbanken kaufen weiter Gold
Als wichtigen Grund für die positive Prognose nennt Goldman Sachs die anhaltend hohe Nachfrage der Zentralbanken. Ende August begründete die Bank ihre Einschätzung außerdem damit, dass die Märkte ihre Erwartungen an weitere US-Zinserhöhungen zurückgeschraubt hatten. Diese Einschätzung stammt allerdings noch aus der Zeit vor der jüngsten Fed-Zinserhöhung. Laut World Gold Council kauften Zentralbanken im Juli netto 23 Tonnen Gold. Seit Jahresbeginn summierten sich die gemeldeten Käufe bis Ende Juli auf rund 130 Tonnen.
Auch Anleger zeigten zuletzt wieder deutlich mehr Interesse. Im August flossen weltweit 18 Milliarden US-Dollar in goldgedeckte ETFs. Die Bestände stiegen auf einen Rekordwert von 4.189 Tonnen. Gleichzeitig legte der Goldpreis im August um 13 Prozent zu und beendete den Monat bei 4.563 Dollar je Feinunze.
Goldpreis-Prognose bleibt unsicher
Ob Gold tatsächlich weiter steigt, lässt sich dennoch nicht sicher vorhersagen. Entscheidend bleiben unter anderem die weitere Zinspolitik der Fed, die Entwicklung der Anleiherenditen, der US-Dollar sowie die Nachfrage von Zentralbanken und Investoren. Goldman Sachs rechnet zwar mit einem weiteren Anstieg, weist aber zugleich auf eine erhöhte Schwankungsanfälligkeit des Goldpreises hin.