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Außenansicht des Flughafens in Frankfurt auf dem bereits drei Todesopfer wegen Malaria zu beklagen sind
Eingeschleppte Tropen-Mücken am Flughafen Frankfurt: Das Gesundheitsamt sucht nach den Überträgern der tödlichen Infektion.
Eingeschleppte Tropen-Mücken am Flughafen Frankfurt: Das Gesundheitsamt sucht nach den Überträgern der tödlichen Infektion.
Lichtwolke / Shutterstock.com

Nächstes Todesopfer: Flughafen-Malaria weitet sich aus

18.09.2026 um 11:20, Marcel Toifl
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Nach zwei infizierten Mitarbeitern ist in Frankfurt ein Anwohner an Malaria gestorben. Behörden weiten das Mücken-Monitoring um den Flughafen aus.

Am Flughafen Frankfurt und im angrenzenden Stadtteil Schwanheim sorgt der Ausbruch von Tropen-Malaria für große Besorgnis. Nachdem bereits zwei Mitarbeiter des Drehkreuzes verstorben waren, ist nun auch ein infizierter Anwohner gestorben. Damit sind im Zusammenhang mit der eingeschleppten Infektion bereits drei Menschen tot. Das Gesundheitsamt weitet die Spurensuche nach den Überträgern massiv aus.

Drei Todesfälle durch sogenannte „Flughafen-Malaria“

Insgesamt wurden im Raum Frankfurt bislang acht Infektionen mit der gefährlichsten Form der Tropenkrankheit, der Malaria tropica, registriert. Im Juni und August erkrankten zunächst sechs Mitarbeiter direkt am Flughafen. Zwei dieser Angestellten erlagen in der Folge der schweren Erkrankung und sind tot.

Mitte September meldeten die Gesundheitsbehörden zwei weitere Fälle im nahegelegenen Stadtteil Schwanheim. Die Betroffenen hatten weder Tropenreisen unternommen noch am Flughafen gearbeitet. Am 17. September gab die Stadt bekannt, dass einer der beiden erkrankten Anrainer verstorben ist.

Eingeschleppte Mücken: Wie gelangte der Erreger nach Hessen?

Da eine Übertragung von Mensch zu Mensch bei Malaria ausgeschlossen ist, gehen Experten davon aus, dass infizierte Anopheles-Mücken im Fracht- oder Passagierraum von Flugzeugen nach Deutschland gelangt sind.

Der Parasitologe Prof. Sven Klimpel von der Goethe-Universität Frankfurt erklärt in der FAZ, dass das Auftreten von Flughafen-Malaria an internationalen Luftfahrt-Drehkreuzen zwar selten, aber theoretisch denkbar ist. Möglicherweise wurden die Insekten vom Wind in benachbarte Wohngebiete getragen, oder heimische Mückenarten dienten als Zwischenwirte, nachdem sie zuvor einen Infizierten gestochen hatten.

Laboranalyse in Antwerpen und erweitertes Mücken-Monitoring

Um zu klären, ob alle Fälle auf dieselbe Mücken-Population zurückgehen, werden Blutproben der Patienten in einem spezialisierten Tropenlabor im belgischen Antwerpen untersucht. Dort ermitteln Wissenschaftler den genetischen Fingerabdruck der nachgewiesenen Plasmodien-Erreger.

Unter der Leitung von Peter Tinnemann hat das Gesundheitsamt Frankfurt das Mücken-Monitoring engmaschig auf den Stadtteil Schwanheim ausgeweitet. Spezielle Fallen sollen aufschlüsseln, welche Mückenarten sich rund um das Areal aufhalten. Für besorgte Bürger wurde eine telefonische Hotline geschaltet.

Fakten zur Flughafen-Malaria in Frankfurt:

  • Ort: Flughafen Frankfurt & Stadtteil Schwanheim
  • Erreger: Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica)
  • Überträger: Mit Flugzeugen eingeschleppte Anopheles-Mücken
  • Bisherige Bilanz: 8 Infektionen (6 Mitarbeiter, 2 Anwohner), 3 Patienten sind tot
  • Maßnahmen: Erweitertes Mücken-Monitoring, Laboranalyse in Antwerpen, Bürger-Hotline

Symptome und Verhaltensempfehlungen für Anwohner

Das Gesundheitsamt rät allen Anwohnern der umliegenden Stadtteile sowie den Beschäftigten am Flughafen, bei unklaren Beschwerden umgehend einen Arzt aufzusuchen und explizit den Wohn- oder Arbeitsort anzugeben.

Typische Warnzeichen einer Malaria-Infektion sind wiederkehrende Fieberschübe, Schüttelfrost, schwere Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden. Eine frühzeitige medizinische Behandlung ist entscheidend für den Heilungsverlauf.

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