Offiziell: Das ist der neue Chef der Salzburger Festspiele
Bei den Salzburger Festspielen steht ein Führungswechsel bevor. Peter de Caluwe wird ab 2027 die Intendanz übernehmen und damit auf Interimsintendantin Karin Bergmann folgen. Der Belgier übernimmt die künstlerische Leitung alleine. Gleichzeitig bleiben rund um weitere Schlüsselpositionen noch Fragen offen.
Peter de Caluwe übernimmt ab 2027
Die neue Intendanz der Salzburger Festspiele wurde am Freitagvormittag offiziell präsentiert. Das Festspielkuratorium stellt Peter de Caluwe als Nachfolger von Karin Bergmann vor. Der 1963 geborene Belgier soll die Leitung ab 2027 übernehmen.
De Caluwe wird die Intendanz alleine führen. Damit steht die künftige künstlerische Spitze der Salzburger Festspiele fest, nachdem in den vergangenen Tagen noch über verschiedene Modelle und Personalvarianten spekuliert worden war.
Langjährige Erfahrung aus Brüssel
Peter de Caluwe bringt langjährige Erfahrung aus dem internationalen Opernbetrieb mit. Von 2007 bis 2025 leitete er die Oper Monnaie in Brüssel als Intendant.
Das Haus wurde im Vorjahr unter seiner Führung zum Opernhaus des Jahres gekürt. Für de Caluwe ist Salzburg zudem kein völlig neues Thema: Bereits in der Vergangenheit hatte er sich um die künstlerische Leitung der Festspiele bemüht.
2013 gehörte er bereits zum engsten Kandidatenkreis für die Intendanz. Damals fiel die Entscheidung allerdings auf Markus Hinterhäuser.
Andere Kandidaten waren im Gespräch
Vor der Entscheidung für de Caluwe waren mehrere andere Namen als mögliche Nachfolger gehandelt worden. Zuletzt galten die niederländische Musikerin und Amsterdamer Opernchefin Sophie de Lint sowie der australische Regisseur Barrie Kosky als aussichtsreiche Kandidaten für eine mögliche Doppelspitze.
Verhandlungen mit de Lint und Kosky sollen am Dienstagabend jedoch nicht zu einer Einigung geführt haben. Demnach bestanden Differenzen bei der Ausgestaltung der Verträge und bei der geplanten Verteilung der Aufgaben.
Schließlich fiel die Wahl auf de Caluwe, der die Intendanz nun ohne Doppelspitze übernehmen soll.
Zukunft von Lukas Crepaz noch offen
Noch nicht geklärt ist dagegen die Zukunft des kaufmännischen Geschäftsführers Lukas Crepaz. Eine offizielle Bestätigung über einen möglichen Abgang liegt bislang nicht vor.
Fest steht, dass die Position im Herbst neu ausgeschrieben werden soll. Ob Crepaz sich erneut um die Funktion bewerben wird, ist derzeit offen. Bisherigen Informationen zufolge soll er angekündigt haben, sich im kommenden März aus Salzburg zurückzuziehen.
Crepaz gilt als zentrale Figur bei den bevorstehenden Umbauprojekten der Festspielhäuser. Für diese Arbeiten sind rund 400 Millionen Euro vorgesehen. Damit bleibt neben der neuen Intendanz vor allem die Besetzung der kaufmännischen Führung eine der offenen Personalfragen der kommenden Monate.