Sanierung gescheitert: Tranditions-Zulieferer vor dem Aus
Die Rettung der EITEK GmbH (vormals u.a. Magna Beteiligung und Antolin Austria) ist misslungen. Bei der entscheidenden Tagsatzung am Landesgericht Korneuburg am Mittwoch wurde bekannt, dass die geplante Sanierung offiziell als gescheitert gilt. Das Verfahren wurde nun in einen Konkurs umgewandelt.
Entscheidung in Korneuburg: Keine Mehrheit für Sanierungsplan
Im Rahmen der heutigen Sanierungsplantagsatzung beim Landesgericht Korneuburg konnten die erforderlichen Mehrheiten für den verbesserten Vorschlag der Schuldnerin nicht erreicht werden. Damit ist der Versuch, das Unternehmen über einen Sanierungsplan zu stabilisieren, endgültig hinfällig. Die Gläubigerverbände KSV1870 und AKV bestätigten den Übergang in ein Konkursverfahren. „Über die Dauer des weiteren Verfahrens bzw. in welcher Höhe die Gläubiger schlussendlich mit einer Konkursquote rechnen können, hängt von den konkreten Ergebnissen im Verwertungsverfahren durch den Masseverwalter ab“, so Peter Stromberger vom KSV1870.
Entzug der Eigenverwaltung: Gericht zieht Reißleine
Bereits zwei Tage vor der entscheidenden Sitzung gab es Anzeichen für die Eskalation: Am 20.04.2026 wurde der EITEK GmbH seitens des Gerichtes die Eigenverwaltung entzogen. Nach Ablauf der gesetzlichen Fristen sah das Landesgericht Korneuburg keine Basis mehr für eine Fortführung unter eigener Regie der Geschäftsführung. Der Insolvenzverwalter übernimmt nun die volle Kontrolle über das schuldnerische Vermögen.
Wie geht es weiter? Strukturierter Verwertungsprozess startet
Mit der Umwandlung in einen Konkurs rückt eine Zerschlagung oder ein Komplettverkauf des Unternehmens in den Fokus. Der Masseverwalter wird zeitnah mit einem strukturierten Veräußerungsprozess beginnen, um die verbliebenen Werte der EITEK GmbH zu verwerten. Ziel ist es, die höchstmögliche Quote für die betroffenen Gläubiger zu erzielen.
Tradition unter Druck: Das Porträt der EITEK GmbH
Die EITEK GmbH in Ebergassing blickt auf eine beeindruckende Historie zurück. Seit den 1980er-Jahren spezialisierte sich der Betrieb als Zulieferer für die Automobilindustrie. Produziert wurden hochwertige Komplettinnenausstattungssysteme für prestigeträchtige Marken wie BMW, Lamborghini und Maserati.