Buckelwal Timmy ist tot: Jetzt herrscht traurige Gewissheit
Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vor Dänemark gefundene tote Wal ist tatsächlich Buckelwal Timmy. Behörden bestätigen die Identität des Tieres am Samstag nach einer erneuten Untersuchung. Damit endet das wochenlange Drama um den geschwächten Wal.
Timmy ist tot: Tracker bringt entscheidenden Beweis
Dass es sich bei dem toten Wal ohne Zweifel um Buckelwal Timmy handelt, steht seit heute fest. Am Kadaver des Tiers wird nun der zuvor angebrachte Tracker entdeckt.
Der Buckelwal Timmy liegt zunächst auf der Seite und später auf dem Rücken im Wasser. Taucher der dänischen Naturschutzbehörde und eine Tierärztin haben das Tier erneut untersucht und sind dabei auch unter den Wal getaucht. Erst bei der neuerlichen Begutachtung wird der Sender entdeckt.
Rettungsaktion von Buckelwal Timmy endet tragisch
Damit steht fest: Die aufwendige Rettungsaktion ist gescheitert. Buckelwal Timmy ist nach mehreren Strandungen in der Ostsee Anfang Mai mit großem Aufwand in die Nordsee gebracht und rund 70 Kilometer vor Skagen freigelassen worden.
Was danach geschieht, ist nach wie vor unklar. Der Tracker liefert keine verwertbaren Daten mehr. Experten haben jedoch bereits früh darauf hingewiesen, dass die Überlebenschancen des geschwächten Tieres äußerst gering sind.
Minister Backhaus verteidigt Rettungsaktion
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zeigt sich betroffen. „Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können“, erklärt er. Gleichzeitig verteidigt er die Entscheidung zur Rettungsaktion. Kritik an dem Vorgehen weist er weiter vehement zurück.
„Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht“, so Backhaus. „Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur, Artenschutz und Klimaschutz noch ernster zu nehmen.“
Kadaver bleibt vorerst im Meer
Der tote Wal vor Dänemark liegt weiterhin vor der Küste, rund 75 Meter vom Strand entfernt. Eine Bergung ist derzeit nicht geplant. Behörden sehen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.
Währenddessen nimmt der natürliche Kreislauf bereits seinen Lauf. Mehrere Dutzend Möwen haben sich um den Kadaver versammelt und fressen an dem Tier.