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Schutzanzug-Team bei Flugzeug-Evakuierung wegen Hantavirus, Kontaktpersonen werden auch in Österreich überwacht
Einsatzkräfte in Schutzanzügen am Flughafen bei einer Evakuierung nach einem Hantavirus-Verdachtsfall – auch in Österreich werden Kontaktpersonen überwacht.
Einsatzkräfte in Schutzanzügen am Flughafen bei einer Evakuierung nach einem Hantavirus-Verdachtsfall – auch in Österreich werden Kontaktpersonen überwacht.
APA-Images / AP

Hantavirus in Österreich: Zweite Kontaktperson gefunden – Behörden suchen weiter

16.05.2026 um 11:41, Stefanie Hermann
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Hantavirus erreicht Österreich: Zweite Kontaktperson identifiziert, eine wird noch gesucht. Behörden geben Entwarnung – das Risiko bleibt äußerst gering.

Das Hantavirus sorgt erneut für Aufmerksamkeit in Österreich: Nach dem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik wurde nun eine zweite Kontaktperson in Österreich identifiziert. Die Behörden geben jedoch Entwarnung: Das Risiko einer möglichen Ansteckung bleibt gering.

Zweite Kontaktperson in Österreich identifiziert

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik gibt es eine neue Entwicklung in Österreich: Die Behörden haben eine zweite von insgesamt drei gemeldeten Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

Wie das Gesundheitsministerium bestätigt, zeigt die betroffene Person keine Symptome. Sie wurde „über die empfohlenen Maßnahmen informiert und zeigt sich kooperativ“.

Risiko laut Behörden „äußerst gering“

Trotz der neuen Entwicklung geben Experten klare Entwarnung. Das Risiko einer tatsächlichen Hantavirus-Infektion wird weiterhin als „äußerst gering“ eingeschätzt.

Die nun identifizierte Person hatte laut Ministerium keinen engen oder längeren Kontakt zur infizierten Frau, die sich kurzzeitig auf einem Flug von Johannesburg nach Amsterdam befand.

„Sie saß nicht im unmittelbaren Umfeld der Erkrankten“, heißt es aus dem Ministerium. Damit gilt auch diese Person als Niedrigrisiko-Kontakt.

Behörden suchen weiter nach dritter Person

Während zwei Kontaktpersonen inzwischen erreicht wurden, bleibt eine dritte Person weiterhin verschwunden.

Besonders schwierig: Diese Person ist – wie auch die zweite – nicht in Österreich gemeldet. Laut Behörden ist derzeit sogar unklar, ob sie sich überhaupt im Land aufhält. Dennoch betont das Ministerium, man setze „alles daran, auch die dritte Person ausfindig zu machen“.

Kein bestätigter Hantavirus-Fall in Österreich

Wichtig: In Österreich gibt es derzeit keinen bestätigten Hantavirus-Fall.

Alle bisher bekannten Infektionen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“. Der aktuelle Fall in Österreich betrifft ausschließlich Kontaktpersonen, nicht Erkrankte.

Auch Gesundheitsministerin Korinna Schumann beruhigt: „Für die Bevölkerung in Österreich besteht nach aktuellem Stand kein Anlass zur Sorge.“

Neue Meldepflicht und klare Regeln für Kontaktpersonen

Als Vorsichtsmaßnahme hat Österreich die Meldepflicht verschärft. Seit Kurzem müssen auch Verdachtsfälle von Mensch-zu-Mensch-übertragbaren Hantavirus-Infektionen gemeldet werden.

Für identifizierte Kontaktpersonen gelten klare Vorgaben:

  • Sechs Wochen Selbstbeobachtung
  • Sofortige Meldung bei Symptomen
  • Meidung von Großveranstaltungen
  • FFP2-Maske in Innenräumen

Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass mögliche Infektionen früh erkannt und eingedämmt werden.

Hantavirus: Situation unter Kontrolle

Auch wenn die Bilder rund um den Hantavirus-Ausbruch Erinnerungen an Corona wecken: Die Lage in Österreich gilt derzeit als kontrolliert.

Die Kombination aus schneller Kontaktverfolgung, klaren Maßnahmen und der geringen Übertragbarkeit sorgt dafür, dass das Risiko für die Bevölkerung weiterhin niedrig bleibt.

FAQ: Hantavirus in Österreich – Kontaktpersonen und Risiko

Gibt es aktuell Hantavirus-Fälle in Österreich?

Nein, derzeit gibt es keinen bestätigten Hantavirus-Fall in Österreich. Die bekannten Fälle stehen alle in Zusammenhang mit einem Kreuzfahrtschiff. In Österreich handelt es sich bislang nur um Kontaktpersonen.

Wie hoch ist das Risiko für die Bevölkerung?

Laut Behörden wird das Risiko einer Hantavirus-Infektion als sehr gering eingeschätzt. Die identifizierten Personen hatten keinen engen Kontakt zur infizierten Person.

Warum gelten die Personen als Niedrigrisiko-Kontakt?

Die Kontaktpersonen saßen nicht in unmittelbarer Nähe zur erkrankten Person und hatten keinen längeren oder engen Kontakt. Daher wird das Ansteckungsrisiko als äußerst gering bewertet.

Was müssen Kontaktpersonen jetzt beachten?

Betroffene müssen ihren Gesundheitszustand sechs Wochen lang beobachten. Bei Symptomen ist sofort die Gesundheitsbehörde zu kontaktieren. Zusätzlich wird empfohlen, FFP2-Masken in Innenräumen zu tragen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Wird noch nach weiteren Kontaktpersonen gesucht?

Ja, eine dritte Kontaktperson konnte bisher noch nicht ausfindig gemacht werden. Es ist unklar, ob sich diese überhaupt in Österreich aufhält. Die Behörden arbeiten weiterhin intensiv an der Nachverfolgung.

Warum wurde die Meldepflicht erweitert?

Österreich hat die Meldepflicht ausgeweitet, um auf mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragungen vorbereitet zu sein. Nun müssen auch Verdachtsfälle gemeldet werden, um schnell reagieren zu können.

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