CSD Berlin: Mutmaßlicher Attentäter (21) erschossen
Der mutmaßliche Attentäter des CSD in Berlin ist gefasst worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 21-jährige Mann erschossen.
Schuss in Schrebergartensiedlung
Am Sonntagnachmittag kam es im Berliner Bezirk Spandau zu einem Großeinsatz, bei dem der mutmaßliche Attentäter Abdul B. gegen 18.00 Uhr in einer Schrebergartensiedlung gestellt werden konnte. Laut Polizei soll der 21-Jährige mit einer Stichwaffe auf die Beamten losgegangen sein, woraufhin das SEK Berlin von der Schusswaffe Gebrauch machte. Trotz Wiederbelebungsversuchen erlag der mutmaßliche Täter noch am Einsatzort seinen Schussverletzungen.
Gegen 18 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in #Spandau lokalisiert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er mit einer Stichwaffe auf unsere Einsatzkräfte zugelaufen sein, daraufhin kam es zum polizeilichen… pic.twitter.com/ncslEZom7N
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) July 26, 2026
CSD Berlin: Auto rast in Menschenmenge
Am Samstagabend fuhr ein weißer Transportwagen nahe dem Berliner Tiergarten in eine Menschenmenge des Christopher Street Day (CSD). Eine Frau kam dabei ums Leben, mindestens 29 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. Die Polizei leitete umgehend eine Großfahndung ein. Im Fokus der Ermittlungen stand der 21-jährige Abdul B., der der islamistischen Szene Berlins zugerechnet wird und sich zunächst auf der Flucht befand. Zudem wurde ein mutmaßlicher Mittäter festgenommen.
Wollte sich IS anschließen
Abdul B. soll in der Vergangenheit bereits versucht haben, sich dem „Islamischen Staat“ (IS) anzuschließen. Wie die Berliner Generalstaatsanwaltschaft informiert, habe er im vergangenen Jahr mehrfach versucht, sich der Terrororganisation anzuschließen. Auf seiner Reise nach Syrien soll er im Libanon Kontakt zu mehreren IS-nahen Personen aufgenommen haben. Im Juli 2025 wurde er jedoch im Libanon festgenommen und saß dort drei Monate in Haft, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und noch am Flughafen erneut festgenommen wurde. Obwohl die Staatsanwaltschaft eine dreijährige Haftstrafe gefordert hatte, verurteilte ihn das Gericht lediglich zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Vor wenigen Wochen soll er im Internet ein Foto mit einer Waffe gepostet haben. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei jedoch lediglich eine Spielzeugwaffe.