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Booking.com App auf Smartphone – Cyberangriff auf Plattform, bei dem Kundendaten und Buchungsinformationen betroffen sind
Booking.com gehackt: Hacker greifen auf Kundendaten zu – Nutzer sollten jetzt besonders vorsichtig sein.
Booking.com gehackt: Hacker greifen auf Kundendaten zu – Nutzer sollten jetzt besonders vorsichtig sein.
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Booking.com gehackt: Kundendaten abgegriffen – was Nutzer jetzt tun müssen

15.04.2026 um 08:23, Stefanie Hermann
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Booking.com gehackt: Hacker greifen auf Buchungsdaten zu. Welche Daten betroffen sind und was Nutzer jetzt tun sollten, um sich zu schützen.

Booking.com gehackt: Die Buchungsplattform Booking.com wurde gehackt. Die Plattform zählt zu den größten Reiseanbietern weltweit und listet mehr als 28 Millionen Unterkünfte.

Unbefugte haben bei dem Hacking-Angriff Zugriff auf sensible Buchungsdaten erhalten. Dazu zählen unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Reisedetails. Finanzdaten wie Kreditkarteninformationen sollen nicht betroffen sein.

So reagiert Booking.com auf den Cyberangriff

Booking.com hat den Cyberangriff mittlerweile bestätigt. „Wir haben verdächtige Aktivitäten festgestellt und umgehend Maßnahmen ergriffen“, erklärt eine Sprecherin der Reiseplattform. Dazu zählt insbesondere die Änderung von PIN-Codes bei betroffenen Buchungen sowie die Information der Kunden per E-Mail.

Booking.com gehackt: Welche Daten betroffen sind

Beim aktuellen Datenleck geht es vor allem um Informationen rund um bestehende oder vergangene Buchungen. Dazu gehören persönliche Kontaktdaten sowie Inhalte, die Nutzer direkt mit Unterkünften geteilt haben.

Genau diese Kombination macht den Vorfall heikel. Denn mit echten Buchungsdaten können Betrüger gezielt und glaubwürdig auftreten. In vielen Fällen kennen sie bereits Hotel, Zeitraum und Namen der Reisenden.

User von Booking.com müssen jetzt vorsichtig sein

Die größte Gefahr liegt aktuell nicht im Hack selbst, sondern in den Folgeangriffen. Cyberkriminelle nutzen die gestohlenen Daten für gezielte Phishing-Versuche. Dabei geben sie sich als Unterkunft oder sogar als Booking.com aus.

Experten warnen generell vor solchen Angriffen. Auch das Bundeskriminalamt spricht von einer zunehmenden Welle an Phishing-Betrug.

Typisch sind Nachrichten per E-Mail, WhatsApp oder direkt über die Plattform, in denen Nutzer aufgefordert werden, ihre Zahlungsdaten erneut einzugeben oder eine angeblich offene Zahlung zu leisten. Diese Nachrichten wirken oft täuschend echt, weil sie reale Buchungsdetails enthalten.

Booking.com gehackt: Das sollten Sie jetzt tun

Wer ein Konto bei Booking.com hat, sollte jetzt aktiv werden und einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen setzen.

  • Besonders wichtig: Geben Sie niemals Zahlungsdaten über externe Links ein.
  • Überprüfen Sie zunächst Ihr E-Mail-Postfach auf offizielle Mitteilungen von Booking.com. Wenn Sie eine Benachrichtigung erhalten haben, sind Sie möglicherweise betroffen.
  • Klicken Sie keinesfalls auf Links in verdächtigen Nachrichten. Öffnen Sie Booking.com immer direkt über die offizielle Website oder App.
  • Kontrollieren Sie Ihre Buchungen und achten Sie auf ungewöhnliche Änderungen oder neue Zahlungsaufforderungen. Im Zweifel sollten Sie direkt die Unterkunft kontaktieren.
  • Ändern Sie vorsorglich Ihr Passwort, vor allem wenn Sie dieses auch bei anderen Diensten verwenden. Auch wenn laut Unternehmen keine Passwörter gestohlen wurden, erhöht das die Sicherheit.
  • Zusätzlich empfiehlt es sich, Bank- und Kreditkartenbewegungen im Auge zu behalten, um mögliche unautorisierte Transaktionen frühzeitig zu erkennen.

Kein Einzelfall: Warum solche Angriffe zunehmen

Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie von Cyberangriffen auf die Reisebranche ein. Häufig liegt die Schwachstelle nicht direkt bei der Plattform selbst, sondern bei angeschlossenen Hotels oder deren IT-Systemen.

Angreifer nutzen diese Zugänge, um Kommunikation zu übernehmen und gezielt Nachrichten an Gäste zu verschicken. Dadurch entsteht der Eindruck, die Anfrage sei legitim. Solche Betrugsmaschen sind bereits bekannt, wie ein aktueller Fall von Urlaubsbetrug zeigt. Auch Hotels selbst werden immer wieder Ziel solcher Angriffe, bei denen täuschend echte Fake-Mails im Umlauf sind.

Was das für Reisende bedeutet

Für Reisende gilt aktuell: erhöhte Aufmerksamkeit statt Panik. Bestehende Buchungen bleiben in der Regel gültig und müssen nicht storniert werden. Booking.com betont nachdrücklich, dass keine zusätzlichen Zahlungen außerhalb der vereinbarten Bedingungen verlangt werden.

Entscheidend ist jetzt vor allem eines: Keine sensiblen Daten preisgeben und jede Nachricht kritisch hinterfragen.

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